Entdeckungen - DIE GALERIE meines Schaffens Nachdem ich nach dem Zusammenbruch aus dem dem Trott, dem Hamsterrad ausgestiegen war, gab es zunächst einmal mehr Zeit, als ich je in meinem Leben gehabt hatte. So langsam wie meine Teilhabe am Leben zurückkehrte, soweit ich das überhaupt so nennen kann, entdeckte ich in mir auf künstlerischem Gebiet viele Fähigkeiten und Begabungen, von denen ich vorher nichts gewusst hatte. Sie gaben mir beim Aufarbeiten und der Neugestaltung meines Lebens große Hilfe, indem ich Aussagemöglichkeiten fand, um Undenkbares und Unaussprechliches zum Ausdruck zu bringen. Ich erkannte, dass ich damit einen Schatz besaß, der mir helfen konnte, eine schwere Wegstrecke zu gehen. Ich erlebe immer noch Phasen, in denen ich wie rauschhaft versunken an meinen Werken arbeite. Diese schöpferische Kraft setzt eine erhöhte Sensibilität voraus, das bedeutet aber auch, dass mir viele Dinge des normalen Lebens nicht oder nur eingeschränkt möglich sind, da ich sehr viel schneller an die Grenzen einer Reizüberflutung gerate und mich zurückziehen muss. Damit sind Beide - Hochsensibilität als Gabe oder Geschenk und hohe Vulnerabilität (Empfindsamkeit, Verletzlichkeit) als Beeinträchtigung und Einschränkung - Teile eines Ganzen. Ein Leben unter diesen Extremen bedeutet eine ständige Herausforderung in unserer Welt, die Flexibilität, Belastbarkeit und hohe Stresstoleranz zu ihren Göttern erhebt. Für mich ist es Aufgabe, immer wieder mit Grenzen zu leben, sie rechtzeitig zu erkennen und nicht darüber hinaus zu gehen. In meinem "zweiten Leben" begann für mich die Entdeckungsreise im Reich der Kunst mit der Wiederentdeckung einer sehr frühen Begeisterung für die Fotografie FOTOGRAFIE zum Beispiel und meine Ausdrucksfähigkeit in der MALEREI. Zuerst Bleistift und Kreiden, später Pastell und Seide. Viele Jahre lang hatte ich mir gewünscht, das malen zu können, was vor meinem geistigen Auge erscheint. Erst unter extremen Bedingungen hat sich für mich dieser Wunsch erfüllt. Irgendwann infizierte ich mich mit der Sucht nach Arbeiten mit GLAS. Buntes Glas übte auf mich seit Kindertagen eine magische Faszination aus. Mit Tiffanyglas formte ich leuchtende Windlichte Vasen Schalen in Mosaik-Technik. Dann war es nur noch ein kleiner Schritt zur Verarbeitung von kleinen und großen Glasperlen zu SCHMUCK aus Glas: Ketten, Armbänder und Ohrschmuck. Zu den Schmuckstücken - häufig Sets, bestehend aus Halskette und Ohrhänger, malte ich passend dazu Schals und Tücher aus SEIDE. In der Natur halte ich mich gern auf, beobachte Tiere und suche HOLZ ,das ich anschließend bearbeite. Zum Arbeiten mit Ton, aus dem ich KERAMIKEN forme. Auch mit dem Werkstoff PAPIER arbeite ich gern und lasse Collagen entstehen und Scherenschnitte passend für beleuchtete Fenster. Mit den Händen ganz in der Natur sein - vergraben in Erde und Pflanzen - was gibt es Schöneres, als einen GARTEN zu gestalten? Gehölze, Stauden, Blüten, Wasser und Steine lassen mich die Zeit vergessen. Mein Garten enthält viele besondere Gehölze mit leuchtender Laubfärbung oder Blüten im Winter. |
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