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FARBLEHRE - Licht und Farbe ![]() Fällt ein weisser Lichtstrahl auf ein Glasprisma, werden durch die Brechung des Lichts die Spektralfarben sichtbar. Eine Einführung Sichtbares Licht besteht aus elektromagnetischer Strahlung. Was wir als "Licht" bezeichnen, ist der sichtbare Strahlungsbereich. Er liegt wzischen dem ultravioletten (UV) und dem infraroten (IR) Licht im Bereich von 380 Nanometer bis 750 Nanometer. Ein Nanometer entspricht einem Millionstel Millimeter (1nm=0,000001 mm). "Nanos", griechisch, heisst "Zwerg". ![]() Das Spektrum Über die Natur des Lichtes - Geschichtliches: Ohne Licht könnten wir keine Farbe wahrnehmen. Das Thema "Licht" und "Farbe" hat seit jeher eine große Faszination auf die Menschheit ausgeübt. Das Licht und sein Gegensatz, die Finsternis, gehören zu den religiösen Ursymbolen. Schöpfungsmythen (siehe auch meine Seite "Schöpfungsmythen") beginnen oft mit der Erschaffung des Lichtes als Inbegriff des Göttlichen und Ursprung des Lebens Erste Theorien über das Licht entwickelten schon Pythagoras, Plato und Aristoteles. Isaac Newton (1643 - 1727) entdeckte, dass das Sonnenlicht aus einer Mischung verschiedener Farben besteht, und vertrat die Ansicht, dass Licht aus kleinen Teilchen besteht. Christopher Huygens (1629 - 1695) deutete Licht als Welle. Erst durch die Quantentheorie von Max Planck und die Relativitätstheorie von Albert Einstein Anfang des 20. Jahrhunderts wurde deutlich, dass Beides richtig ist. Licht besteht aus Photonen, die sich sowohl als Wellen im Raum ausbreiten, als auch die Eigenschaften von Teilchen besitzen. Je nach Art des Auftretens besitzt Licht sowohl Quanten- als auch Wellencharakter: Licht besteht demnach aus quantifizierten Wellen. Der Physik-Nobelpreisträger Werner Heisenberg kommentiert diese Erkenntnis folgendermaßen: "Die Wellenanschauung des Lichtes und seine Korpuskelanschauung werden als zwei komplementäre Anschauungen einer gleichen Wirklichkeit anerkannt." Die Bedeutung der Farben: Für den Maler ist ein Sonnenuntergang am Meer ein wunderbares Motiv, für den Physiker aber ein Trugbild. Und beide haben Recht. Zur Wahrnehmung: Farbe ist ein wahrnehmungspsychologisches Phänomen. Viele Faktoren beeinflussen die Farbwahrnehmung. Wesentlichen Beitrag zur Wahrnehmung einer Farbe hat die Wellenlänge oder spektrale Zusammensetzung des Lichts, die Beschaffenheit des Körpers, die Oberfläche. Die Beschaffenheit: Als Weiss erkennen wir etwas, das alle Lichtstrahlen reflektieren kann. Schwarz erscheint ein Körper, der alle Lichtstrahlen absorbiert. Es können nur die Wellenlängen reflektiert werden die das Licht enthält, welches den Körper bestrahlt. Wird von allen Strahlen aber nur ein Teil reflektiert, der andere absorbiert, erscheint uns der Gegenstand einfach grau. Die Oberfläche: Ist sie sehr glatt, werden die Lichtstrahlen in eine Richtung reflektiert, das Objekt wirkt eben, glänzend. Bei rauhen Flächen reflektieren die Strahlen nicht in eine Richtung, sondern werden Gestreut, die Oberfläche erscheint matt oder glanzlos. Begrenzt wird das sichtbare Spektrum durch den Ultraviolett-Bereich bei niedrigen Wellenlängen und den Infrarot-Bereich bei hohen Wellenlängen. Das Auge besitzt zur Farbwahrnehmung drei verschiedene Rezeptoren, die ihre maximale Empfindlichkeit im roten, grünen und blauen Spektralbereich haben. Im Gehirn wird aus der Intensitätsbalance dieser drei Rezeptoren die passende Farbwahrnehmung zusammengemischt. Der Sehvorgang: Durch eine kleine Öffnung, die Pupille, tritt das Licht ein. Wie eine Blende vor der Kamera verändert die Iris den Durchmesser der Pupille. Durch die Linse hinter der Pupille wird das Licht auf die Netzhaut mit den lichtempfindlichen Sehzellen fokussiert. Zunächst wird das Objekt, auf das das Licht gefallen ist, auf der Netzhaut des Auges umgekehrt dargestellt. Das Prinzip erkennen wir in der Fotolinse wieder. ![]() Darstellung einer "Camera obscura" Diese Strahlen, die Farbinformationen, werden in elektrische Impulse umgewandelt und über den Sehnerv (nervus opticus) an das Gehirn weitergeleitet. Durch das Gehirn wird das Bild "richtig" gestellt. Die Zellen der Netzhaut übernehmen beim Sehvorgang unterschiedliche Funktionen: Die Stäbchen erkennen Hell und Dunkel bzw. Weiss und Schwarz, die Zäpfchen reagieren auf die Farbeindrücke. Vom Grundprinzip her funktionieren die Augen der Menschen und anderer Säugetiere gleich. Theoretisches: Jede Farbe des sichtbaren Lichtes (Lichtfarbe) besteht aus den drei Grundfarben ROT, GRÜN und BLAU. Es sind die additiven Grundfarben. In ihrer Mischung ergeben sie weisses Licht. Der Farbmodus wird RGB - Modus genannt. Fernseher und Computer-Bildschirme basieren auf diesem System. ![]() Der RGB-Farbraum Alle Druckfarben (Farbstoffe) werden aus vier Farben CYAN, MAGENTA, YELLOW, KEY (=SCHWARZ). gemischt, es sind subtraktive Grundfarben. Im Druckverfahren (Vierfarbdruck) wird dieser Modus CMYK - Modusgenannt. ![]() Der CMYK-Farbraum |
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