Sabine Elender
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Jahreszeiten - Gang durch ein Kalenderjahr

Feste - Brauchtum - Religiöses - Herkunft - Bedeutung

Januar
Dreikönige
Februar
Valentinstag
Fasching
Fastenzeit
März
April
Walpurgisnacht
Palmsonntag
Karfreitag
Ostern
Ostersymbole
Weisser Sonntag
Mai
Muttertag
Himmelfahrt
Pfingsten
Dreifaltigkeitssonntag
Fronleichnam
Juni
Johannistag
Juli
August
September
Erntedank
Oktober
Reformationstag
Halloween
November
Allerheiligen
Buß- und Bettag
Volkstrauertag
Ewigkeitssonntag
Martinstag
Dezember
Advent
Nikolaus
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Weihnachtssymbole
Raunächte
Silvester


Auf dieser Seite: Januar bis Juni             Zu den Monaten Juli bis Dezember
Januar
Neujahr:
Papst Innozenz XII. legte 1691 fest, dass der 1. Januar der Neujahrstag sein soll. Vorher wurde der Neujahrstag am 6. Januar gefeiert, danach am 25. Dezember.
Neujahr war und ist weniger ein kirchliches als ein weltliches Fest. In Rom fanden zu diesem Anlass ausschweifende Feierlichkeiten mit Ess- und Trinkgelagen sowie Opfergaben statt. In der Bevölkerung blieben die römischen Neujahrsbräuche erhalten, als das Christentum im vierten Jahrhundert zur römischen Staatsreligion und damit zu einer Massenbewegung geworden war. Im Mittelalter wurde am Neujahrstag das "Fest der Narren" gefeiert mit Lärmen, Schreien, Schlagen (das bedeutete das Austreiben der Sünden, Krankheiten und Dämonen). In dieser Form wurde das Fest in den Fasching übernommen, denn von den Christen wurde dieses "heidnische Treiben" zunächst gänzlich abgelehnt.

Der Januar trägt seinen Namen nach Janus, der ältesten römischen Gottheit.
Er ist der Gott der Tore, des Ein- und Ausgangs. Janus hat zwei Gesichter, die in entgegengesetzte Richtungen schauen: nach hinten, in das Vergangene und nach vorn, in das Zukünftige.

Die Tagesanfänge, der erste Tag im Monat (die Kalenden) und der nach ihm benannte Monat Januar waren dem Janus geweiht. Das Hauptfest des Gottes wurde am 1. Januar begangen. Die Kultstätte des Janus befand sich im Norden des Forum Romanum und bestand aus einem heiligen Torbogen, durch den das römische Heer in den Krieg zog. Die Tore des Bogens blieben in Kriegszeiten immer geöffnet und wurden zu Beginn einer Friedenszeit geschlossen.
Die deutschen Namen des Januar sind Hartung und Jänner,
lateinisch Ianuarios, italienisch Gennaio, französisch Janvier, spanisch Enero, englisch January.

Er entspricht dem jüdischen Schebet und dem arabischen Muharrem.

Nach alter Zeitrechnung ist der Januar der 11. Monat des römischen Jahres. Im Gregorianischen Kalender ist der Januar der erste Monat des Jahres und zählt 31 Tage.
Seit 1691 bezeichnet der 1. Januar offiziell den Beginn des Jahres.

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Dreikönige

Das Epiphaniasfest ist das älteste Fest der Kirche, das kalendarisch festgelegt war. Schon um 300 wurde es im Osten gefeiert als Fest der Geburt Jesu, der Taufe Jesu, als Erinnerung an das Weinwunder zu Kana und zuletzt auch als Erinnerung an die Verklärung Jesu. Regional gab es unterschiedliche Schwerpunkte in der Feier, im Laufe der Zeit aber verlagerte sich im Westen der Schwerpunkt auf die Geschichte von den drei Weisen aus dem Morgenland, wodurch ein engerer Bezug zum Christfest hergestellt wurde.

Das Fest ist nicht eigentlich das Fest der "Heiligen Drei Könige", sondern das Fest des Kindes in der Krippe, das in dieser Welt erschienen ist:
"Epiphanie" bedeutet "Erscheinung".

Im Osten hingegen lag der Schwerpunkt seit jeher auf der Taufe Jesu, bis heute feiert die Orthodoxe Kirche die Taufe Jesu, bei der sich die heilige Dreieinigkeit der Welt enthüllte. In der armenischen Kirche ist der 6. Januar bis heute das Geburtsfest Christi.

Am 06.Januar, dem Tag nach den Raunächten, gingen die Frauen durch die Häuser und reinigten diese indem sie sie mit Weihrauch ausräucherten und mit Weihwasser besprengten. Das sollte die bösen Geister vertreiben, oder ihnen erst gar keinen Einlass gewähren.
Anschließend schrieben sie mit weißer Kreide die Jahreszahl und die drei Buchstaben K + M + B über die Eingangstür. Diese drei Buchstaben bedeuten sowohl die Namen der "Heiligen drei Könige": Kaspar, Melchior und Balthasar,
als auch den Haussegen CHRISTUS MANSIONEM BENEDICAT (Christus segne das [dieses] Haus).
Seit dem 16. Jahrhundert ist der Brauch der von Haus zu Haus ziehenden Sternsinger, die ebenfalls die Initialien C + B + M plus der Jahreszahl auf die Türen malen, nachgewiesen.


Ins Detail gehende Informationen bei www.theology.de/kirche/kirchenjahr/epiphaniasdreikoenig.php

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Februar

Der Februar war der zwölfte und letzte Monat des altrömischen Jahres, als "Februa" der Sühne- und Reinigungsmonat, benannt nach römischen Reinigungsriten.

Der deutsche Name des Februar ist Hornung; italienisch Febbraio, spanisch Febrero, französisch Février, englisch February, österreichisch Feber; er entspricht dem jüdischen Sadar un

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Valentinstag

Aus dem Kirchenlexikon:
Der Brauch, sich am Valentinstag Blumen zu schenken, geht sehr weit zurück:
Im antiken Rom gedachte man am 14. Februar der Göttin Juno, der Schützerin von Ehe und Familie. Den Frauen wurden an diesem Tag Blumen geschenkt.

Die Legende:
Römisches Reich, 3. Jahrhundert: Trotz des Verbotes des Kaisers Claudius II, eines Gegners des Christentums, traute Mönch Valentin Liebespaare nach christlicher Tradition. Dafür wurde er am 14. Februar 269 hingerichtet.

Seit damals schenkten die Menschen einander an diesem Tage Blumen. Erst seit Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts verbreitete sich dieser Brauch im deutschsprachigen Raum.
St. Valentin gilt als der Schutzpatron der Liebenden, der Verlobten und der Bienenzüchter.

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Fasching

Fasching, Karneval und Faßnacht/Fasnet bezeichnen ein- und dasselbe.
Die Karnevalssaison beginnt offiziell am 11.11. um 11:11.

Es ist die Zeit des Unsinns, der Narren, der Umzüge. Eine Interpretation des Wortes Karneval ist carrus navalis, das Schiff auf dem Karren, im Sinne von "verkehrte Welt".
Es gibt in einigen Ländern Traditionen, daß an diesem Tag ein Narr (oder ein zufällig ausgewählter) König ist.
In Frankreich ist das die "Tirage du Roi", das Ziehen des Königs: derjenige, der in einem Kuchen eine 'fève' (wörtlich "Bohne", eine kleine Figur) findet, ist König.

Mit dem Aschermittwoch beginnt die christliche Fastenzeit. Von Fasten daher auch das Wort Fast-Nacht, man spricht vom Fast-Nachts-Dienstag und eigentlich nie vom Fastnachtsmontag, auf französisch "Mardi gras" - Fett-Dienstag als Übergang zur kommenden fleisch/fettlosen Zeit.

Karneval/Fasching ist eine sehr alte Tradition aus vorchristlicher Zeit. Ursprünglich bedeutete das Darstellen in Masken eine Art der Bewältigung der negativen Mächte. Mit dem Ende des Winters wurden diese Geister vertrieben, das "Austreiben des Winters" war der Sieg des Frühlings.

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Fastenzeit

Die christliche Fastenzeit ( auch "Passionszeit" genannt), dauert vierzig Fastentage (ohne Sonntage), beginnt mit dem Aschermittwoch und endet mit dem Ostersamstag.
Bekannt ist sie bereits zu Beginn des 4. Jahrhunderts.
Die Gläubigen verzichteten in der alten Kirche während der Fastenzeit auf Fleischspeisen und Wein, später auch auf Milch, Butter, Käse und Eier und begnügten sich mit einer Mahlzeit am Abend. Nach alter Sitte wurde allerdings der Sonntag als Fasttag ausgenommen.
Die Fastenzeit dient der Vorbereitung und Einstimmung auf das Osterfest und ist gleichzeitig auch eine Zeit der Buße, in der wir einen sinnvollen Umgang mit den Gaben Gottes und der Schöpfung überdenken und uns an unsere eigene Verantwortung dem Leben gegenüber erinnern sollen.
Es ist eine notwendige Zeit der Besinnung und der Reinigung.
Die Zahl 40 ist ein biblisches Zeitmaß:
Jesus nahm eine vierzigtägige Gebets- und Fastenzeit auf sich, Moses war 40 Tage auf dem Berg Sinai, Elias wanderte 40 Tage zum Berg Horeb, das Volk Israels verbrachte 40 Jahre in der Wüste.
Die kirchliche Farbe der Passionszeit ist das Violett, eine königliche Farbe, um sich auf einen König vorzubereiten. Symbolisch ist violett die Farbe der Buße, des Gebetes und der Besinnung und erinnert an den Purpurmantel den Jesus zum Spott vor der Kreuzigung umgehängt bekam.

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März

Der März war bei den Römern der Monat des Gottes Mars, der erste Monat des Jahres und der Monat des Frühlingsanfanges.

In den März fällt am 21., dem Tag der Frühlings-und-Nachtgleiche, der Frühlingsanfang, nach dem sich auch das Osterfest richtet.

Im Altertum nahm man an, dass an diesem Tage der Frühlingsgleiche die Welt erschaffen worden sei. Deshalb hat Romulus, der den Römern den ersten Kalender entwarf, das Jahr mit dem März beginnen lassen.

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April

Der Monat April war bei den Römern der Aphrodite ("Aphrilis", Göttin der Liebe, Schönheit und Fruchtbarkeit) und der ihr gleichgesetzten Venus geweiht.

Am 1. April "schicken wir Mitmenschen in den April", etwa indem wir etwas Unsinniges verlangen oder jemanden per Falschmeldung irgendwohin locken. Die Herkunft dieses seit Jahrhunderten geübten Brauches ist unklar, Wurzeln des Brauches mögen in einem im alten Rom am 1. April gefeierten Narrenfest liegen.

Nach christlicher Legende soll Judas Ischariot, der Verräter Jesu, an einem 1. April geboren worden sein oder aber sich per Strick das Leben genommen haben. Auch soll Luzifer an einem 1. April in die Hölle hinabgefahren sein.

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Walpurgisnacht

Walpurgisnacht, die Nacht vom 30. April auf den 1. Mai, gilt als die Nacht, in der angeblich die Hexen auf dem Blocksberg (eigentlich auf dem Brocken im Harz) ein großes Fest abhalten und auf die Ankunft des Teufels warten.

Historisch leitet sich die Walpurgisnacht von Frühjahrsbräuchen ab, bei denen die Ankunft des Frühlings mit nächtlichen Freudenfeuern begangen wurde. Mit der Christianisierung in Deutschland wurden diese alten Bräuche als heidnisch verdammt.

Der Name Walpurgisnacht stammt von der Heiligen Walpurga (auch Walburga geschrieben), deren Heiligsprechung. am 1. Mai erfolgte. Im schwedischen Kalender ist daher der 1. Mai der Walpurgistag, obwohl im römischen Heiligenkalender der 25. Februar der Heiligen Walpurga gewidmet ist. Walpurga (eigentlich Valborg) wurde 710 in Wessex geboren. Sie war Nichte des Heiligen Bonifatius. Zusammen mit ihren Brüdern zog sie nach Württemberg, wo sie Nonne wurde und das Kloster Heidenheim übernahm, das ihr Bruder Wunibald 751 gegründet hatte. Sie starb am 25. Februar 779.

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Palmsonntag

Mit dem Palmsonntag (lat. "dies florum", "dies palmarum", volkstümlich im evangelischen Bereich Palmarum oder Palmtag, beginnt die Karwoche.
An diesem Sonntag wird besonders des Einzugs Jesu in Jerusalem gedacht: Palmen (in unseren Breiten Buchsbaum) werden gesegnet.
In einer feierlichen Prozession wird das Kreuz (Jesus) in die Kirche hineingetragen, begleitet von Messdienern (oft auch von Kindern), die in ihren Händen die frisch geweihten Buchsbaumwedel tragen. Im Anschluss an den Gottesdienst nehmen die Gläubigen "Palmzweige" mit nach Hause und stecken sie hinter die im Haus befindlichen Kreuze oder auch Weihwasserkessel.

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Karfreitag

Der Karfreitag ist der Todestag Jesu. Für die evangelischen Christen ist es der höchste Feiertag im Jahr.
Karfreitag (althochdeutsch "kara" = Wehklage), bildete im 2. Jh. mit Karsamstag ein "biduum" des Fastens. In der Reformation ist der Karfreitag (Luthers "guter Freitag") halber Feiertag mit Lesen und Predigen der Leidensgeschichte (Passionsharmonie Bugenhagens); später wird er Bußtag, in Preußen zeitweilig Konfirmationstag.
Das Lesen oder Singen der Passion (Johannispassion - wie schon seit dem 4. Jh.! -, meist nachmittags) wurde in verschiedener Weise von Aufklärung und Pietismus kritisiert.

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Ostern



Ostern leitet sich ab von dem Fest der germanischen Göttin Ostara (angelsächsisch: Eastre), Göttin der Morgenröte, des Frühlings und der Fruchtbarkeit, mit dem der Frühlingsbeginn gefeiert wurde.
Germanisches Frühlingsfest und christliches Osterfest feiern beide den Sieg des Lebens über den Tod.

In der christlichen Lehre kommt die Ableitung Ostern jedoch vom Wort für die Himmelsrichtung Osten, mit dem der Name der Göttin etymologisch verwandt ist.
Die Blicke der Frauen, die zuerst am leeren Grab Jesu standen, richteten sich nach Osten zum Sonnenaufgang, da sie glaubten, dass Jesus von dort her auf die Erde zurückkehre.
Deshalb sind auch die Kirchen nach Osten ausgerichtet erbaut worden.

Ostern gilt als das älteste und bedeutendste Fest der Christenheit. Seit dem zweiten Jahrhundert sind Osterfeiern belegt. Sie erinnern an die Auferstehung Jesu Christi nach seinem Leiden und Sterben am Kreuz. Ostern ist Sinnbild für Erlösung und den Sieg des Lebens über den Tod.

Im Jahr 325 bestimmte das Konzil von Nicäa den Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling als Ostertermin.
Seither wird das Auferstehungsfest in den westlichen Kirchen frühestens am 22. März und spätestens am 25. April begangen.
Die orthodoxen und altorientalischen Christen orientieren sich an dem Julianischen Kalender, die katholischen und evangelischen am Gregorianischen Kalender.

Am Palmsonntag werden - im Gedenken an Jesus Einzug in Jerusalem - feierliche Prozessionen veranstaltet und Palmen- oder Buchsbauzweige der Christen gesegnet.

Der Gründonnerstag ist seit dem 12. Jh. volkstümliche Bezeichnung für den kirchlichen Gedenktag der Einsetzung des Abendmahls (de coena domini). Die verschiedenen Deutungen des deutschen befriedigen nicht (etwa vom Gebrauch grüner Paramente, von althochdeutsch "Grinen" = "Klagen", vom Essen grüner Kräuter sowie von der nicht sicher erklärten lateinischen Bezeichnung "dies viridium").
Ob sich das Klagen dabei auf die Fastenzeit mit dem Leiden, auf die darauffolgende Nacht, die Jesus in Todesangst verbrachte oder das Weinen auf die bevorstehende Kreuzigung Jesu bezieht ist nicht geklärt.

Der Karfreitag Karfreitag, (von althochdeutsch "kara" = "Wehklage") ist der Überlieferung nach der Todestag Jesu. An diesem Tag werden verschiedene Brauchtümer gepflegt. Für die evangelischen Christen ist es der höchste Feiertag im Jahr.

Der Karsamstag auch Ostersamstag genannt, ist der erste Tag nach Jesu Tod und der Tag der Grabesruhe. Es findet kein Gottesdienst statt und die Altäre in den Kirchen sind frei von Kerzen und Blumen.

Der Ostersonntag ist der wichtigste Tag an den Osterfeiertagen. Die Feier beginnt in der Osternacht von Karsamstag auf Ostersonntag mit einem Gottesdienst. In diesem Gottesdienst wird an die Auferstehung Jesu erinnert.

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Ostersymbole

Das Osterei
Nach alten Mythen ist die Welt aus dem Ei entstanden, bzw. die Götter gehen aus dem Ei hervor. Wer das Ei verzehrt, der verleibt sich nach dem mythischer Denken Kräfte des Ursprungs ein. Die kirchliche Eierweihe ist schon im 4. Jahrhundert nachzuweisen. In dieser Zeit wurden Eier auch schon bunt bemalt, wie Funde aus der Gegend von Worms zeigen. Die Färbung erhöhte ihre Bedeutung, insbesondere mit der Farbe Rot.
Für die einen war die Eischale Sinnbild des alten Testamentes und der Kern des Eies Symbol des neuen Testamentes. Zum Osterfest werde der Kern zur "Nahrung der Gläubigen" .

Der Osterhase
steht als Zeichen der Fruchtbarkeit und wurde bereits der griechischen Liebesgöttin Aphrodite und auch der germanischen Fruchtbarkeitsgöttin Ostera als heiliges Tier zugeordnet.
Erste Belege für den Osterhasen aus dem Jahre 1678 sind von Georg Franck von Franckenau, einem Medizinprofessor aus Heidelberg überliefert.
Der Hase ist das erste Tier, das schon im zeitigen Frühjahr Junge bekommt. Aus dem Grund wurde er wahrscheinlich zum Symbol der neuen Winternacht und damit zum Auferstehungssymbol.
Möglicherweise haben evangelische Familien den Osterhasen als Eierlieferanten im 17. Jahrhundert entwickelt. Er sollte die Eier bemalen, verstecken und legen. Damit wollten die Protestanten sich von den Katholiken distanzieren, deren Fastenbräuche und insbesondere die Eierweihe sie strikt ablehnten.


Das Osterlamm
Das Lamm als Symbol der Wehrlosigkeit war bereits Opfertier im Alten Testament und steht heute für die unschuldige Hingabe, das Sterben von Jesus, ist symbolisch zum Lamm Gottes geworden.
Im christlichen Altertum legte man Lammfleisch unter dem Altar. Es wurde geweiht und am Auferstehungstag als erste Speise verzehrt.
Bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts war ein Lammbraten Bestandteil der österlichen Festtafel. Dann wandelte sich diese Sitte und es gab immer häufiger Hase statt Lammbraten. Damals nahm man keine Rücksicht auf die Junghasen und es fanden Hasenjagden statt, die am Karfreitag beendet sein mussten.
Heutzutage ist das Lamm in den Hintergrund getreten, es werden am Gründonnerstag für das Osterfrühstück die Osterlämmer aus Biskuitteig gebacken.

Osterfeuer

Unser heutiges christliches Osterfeuer entstammt den heidnischen Frühlingsfeuern, die ersten wurden um 750 in Frankreich zum Osterbrauch entfacht.
Die Entzündung des heiligen Osterfeuers ist an Ostern ein zentrales Ereignis für die Christen. Das Feuer wird am Ostersamstag, am Beginn der Liturgie in der Osternacht vor der Kirche entzündet und geweiht. Am Osterfeuer wird die Osterkerze entzündet, die dann in feierlicher Prozession mit dreimaligem Singen des "Lumen Christi" (Licht Christi) in das noch dunkle Gotteshaus getragen wird. Als altes Brauchtum wird heute noch in zahlreichen Städten und Gemeinden in Deutschland Holz und Reisig gesammelt und zum großen Osterfeuer aufgeschichtet.

Osterwasser
Das Wasser als Zeichen für das Leben und die Fruchtbarkeit wurde zum Gedenken an die germanische Frühlings- und Fruchtbarkeitsgöttin Ostera verehrt.
Das Osterwasser geht auf eine vorchristliche uralte heidnische Entstehung zurück, es sollte Augenleiden, Ausschlag und andere Krankeiten heilen, wenn man es aus der Quelle schöpfte.
Man glaubte damals, wenn man sich am Ostermorgen im fliessenden Bach wäscht, immer jung und schön zu bleiben. Um das Vieh vor Krankheiten zu schützen wurde es am Ostermorgen in die Bäche getrieben.

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Weisser Sonntag

Der erste Sonntag nach Ostern ("Dominica in albis") wird als "Weisser Sonntag" bezeichnet, weil in der alten Kirche die Täuflinge am Vortag oder an diesem Sonntag zum letzten Male ihr weisses Taufkleid (lat. alba) trugen. Er heißt auch: "Dominica albis depositis".
Der Samstag vor dem Weissen Sonntag heisst gelegentlich "Sabbatum pasche". Die zweite Osterwoche nennt sich von daher auch: "hebdomada alba" (albaria, in albis). Der Freitag dieser zweiten Osterwoche wird Dreinägeltag, Gekrönter Freitag, Gottestracht, Kronfreitag genannt.
Ursprüngliche galt der Sonntag "Invocabit", erster Fastensonntag oder 6. Sonntag vor Ostern, als Weisser Sonntag, weil in Rom an diesem Tag erstmals die Täuflinge in weißen Kleidern zur Kirche zogen.

Heute findet an diesem Tag die feierliche Erstkommunion statt.

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Mai

Der Name Mai rührt von Jupiter Maius her, dem Wachstumsaspekt des römischen Gottes Jupiter.

Eine andere Herleitung nennt Maia, die Frau des Gottes Vulkan, als Namensgeberin.

Der Mai ist der Monat der Fruchtbarkeit, der Glück und Liebe bringt.

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Muttertag

"Erfunden" wurde der Muttertag 1907 durch Ann Jarvis (1864 bis 1948) aus Philadelphia, USA. Die Tochter eines Methodistenpredigers wollte ihrer 1905 verstorbenen Mutter, die 11 Kinder großgezogen hatte, ein bleibendes Denkmal setzen und regte einen Gedenktag für alle Mütter an.
1908 wurde der Festtag offiziell in Philadelphia gefeiert. Am 8. Mai 1914 verkündete der amerikanische Präsident Woodrow Wilson, den zweiten Sonntag im Mai künftig in den USA "als öffentlichen Ausdruck für die Liebe und die Dankbarkeit zu feiern, die wir den Müttern unseres Landes entgegenbringen."

Von Amerika kam der Muttertag 1917 in die Schweiz, auch in Skandinavien wird er bereits seit 1919 gefeiert.
In England gab es eine bis ins 17. Jahrhundert zurückreichende Tradition, am dritten Sonntag vor Ostern (Laetare) einen "Mothering Day" zu begehen, an dem man seine Eltern besuchte und beschenkte.
Auch in Thüringen war Laetare, der Mittfastensonntag, allgemeiner Besuchstag mit großzügiger Bewirtung von Verwandten.

In Deutschland feiern wir den Tag seit den Zwanzigerjahren am zweiten Sonntag im Mai.
1933 wurde er zum offiziellen Feiertag. Die Nationalsozialisten missbrauchten ihn, um die Mutter als "Heldenmutter" zu ehren, die den Fortbestand der "arischen Rasse" gewährleisten sollte.
Nach dem Ersten Weltkrieg galt das Gedenken in Deutschland den Verdiensten der so genannten "Weltkriegsmütter", bis nach und nach alle Mütter mit diesem Festtag geehrt wurden.

Nach Kriegsende wird der Tag wieder familiär mit Blumengeschenken und Kartengrüßen gefeiert - gemäß dem aus Amerika kommenden Motto:
"Der Mutter gedenken - der Mutter schenken".

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Himmelfahrt

Christi Himmelfahrt ist ein beweglicher Festtag im Jahreskreis und wird stets an einem Donnerstag, 40 Tage nach dem Ostersonntag begangen.
In der Hl. Schrift steht: "Den Aposteln hat er nach seinem Leiden durch viele Beweise gezeigt, dass er lebt. 40 Tage hindurch ist er ihnen erschienen und hat vom Reich Gottes gesprochen". Seit dem Jahr 370 wird dieser Tag von den Christen gefeiert. Es ist eines der ältesten christlichen Feste!

Im Evangelium des Lukas (Kapitel 24) und in der Apostelgeschichte (Kapitel 1) entschwindet Jesus 40 Tage nach Ostern den Blicken seiner Jünger in Richtung Himmel. Die Botschaft dieser Berichte ist: Jesus ist bei Gott, "sitzend zur Rechten Gottes". Er ist eins mit Gott, aber gleichzeitig uns nah: "Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende".

Den Tag bierselig unter Männern zu begehen, ist eine amerikanische Erfindung aus dem Jahr 1910, die seit den Dreißigerjahren auch in Deutschland gefeiert wird.

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Pfingsten

Pfingsten ist ein beweglicher Festtag im Jahreskreis. Gefeiert wird dieses Fest stets an einem Montag, 50 Tage nach dem Ostersonntag. Es bildet im Kirchenjahr den Abschluss des Osterfestkreises. "Pfingsten" leitet sich vom griechischen "pentekoste" für "der 50. Tag" ab. Pfingsten ist das Fest des Hl. Geistes, welcher am 50. Tag nach Ostern auf die Apostel herabkam, als diese in Jerusalem versammelt waren. Im 6. Jht. wurde eine Taube zum Pfingstsymbol des Hl. Geistes erwählt. Im Mittelalter wird der Hl. Geist auch in menschlicher Gestalt dargestellt. Papst Urban VIII. untersagte solcherlei Darstellungen. Ab 1775 ist die Hl. Geist Darstellung nur mehr als Taube zulässig.

Von den kirchlichen Pfingstbräuchen haben sich lediglich noch Flurumritte und Wettersegen erhalten. Auch Pfingstfeuer werden noch angezündet. In Vergessenheit geraten, weil abgeschafft, sind der mittelalterliche Brauch, das "Hl. Geist Schwingen", wobei eine hölzerne Taube durch eine Öffnung der Kirchendecke geschwenkt wurde, sowie das Freilassen lebendiger Tauben die den Kirchenraum durchflogen während der Pfingstliturgie.

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Dreifaltigkeitssonntag

Der Dreifaltigkeitssonntag oder "Trinitatis" (auch : dies trinitatis, dominica trinitatis, Pentecoste clausum, Salvatorstag, Trifeldicheit ) wird am Sonntag nach Pfingsten begangen.
Es ist die Bezugnahme der Glaubenslehre von der Seinsweise des einen Gottes in drei Personen. Dieses Ideenfest geht auf Auseinandersetzungen zurück, die in der Kirche mit dem Arianismus im 3. Jahrhundert begannen. Arius (ca. 280 - 336) hatte einen strengen Monotheismus gepredigt, der Christus, den Sohn Gottes, mit Gott nicht gleichstellte.
Der Arianismus unterlag. Die Kirche sah in Gottvater, dem Gottessohn Christus und dem Heiligen Geist drei verschiedenartige aber gleichwertige Personen des einen Gottes. Ausgedrückt wird dies u. a. durch die Schlussformel (Konklusion) der Gebete, die seit der Liturgiereform lautet:
Durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.


Fensterbild Dreifaltigkeit

© Sabine Elender
Fensterbild Dreifaltigkeit abgebildet auf der dänischen Seite:
www.katolikihverdagen.wordpress.com


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Fronleichnam

Das große Dankfest für die Einsetzung des allerheiligsten Altarsakramentes ist Fronleichnam. Der römisch-katholische Feiertag Fronleichnam, das "Hochfest des Leibes und Blutes Christi" wird am zweiten Donnerstag nach Pfingsten, also 10 Tage nach Pfingsten, gefeiert.
Der Name "Fronleichnam" stammt von "fron", "Herr", und "lichnam", "Leib", weist also auf die Elemente der Eucharistie hin.

1264 schrieb Papst Urban IV. dieses Fest in der Folge des Blutwunders von Bolsena für die gesamte römisch-katholische Kirche fest, 1317 legte Papst Johannes XXII. den Donnerstag als Festtag fest.

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Juni

Der Juni hat seinen Namen nach der römischen Göttin Juno, der Göttin der Frauen, der Ehe und der Geburt; in ihrem Namen steckt "juvenis", "jugendlich".

Der Juni heißt auch Brachmond, schon in der zweiten Monatshälfte die Heuernte beginnt.

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Johannistag

Seit dem 5. Jahrhundert wird der 24. Juni als Geburtfest Johannes des Täufers gefeiert. Früher war dies bei den Germanen, Kelten und Slawen der Tag der Sommersonnenwende, die kürzeste Nacht des Jahres: An keinem Tag des Jahres leuchtet die Sommersonne länger.

Es war eines ihrer größten Feste im Jahreslauf. Die Sonne steht dann am höchsten, und sie dachten, dass sie dann am meisten Macht besitzt. Das machte Ihnen Angst. Sie wollten die Fruchtbarkeit ehren und feierten ein Reinigungsfest, bei dem sowohl Wasser als auch Feuerbräuche eine besondere Rolle spielten.

Für das einfache Volk übernahm die Johannisnacht die Rolle der alten Mittsommernacht, in der altem Volksglauben zufolge Hexen und Dämonen los sind und lauter seltsame Dinge geschehen.

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