Sabine Elender
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Auf dieser Seite: Juli bis Dezember             Zu den Monaten Januar bis Juni

Juli

Der Juli ist nach dem römischen Kaiser Julius Cäsar benannt, der eine Kalenderreform durchführte.

Im katholischen Raum ist der Juli der Blut-Christi-Monat, er beginnt am 1. Juli mit dem "Fest des kostbaren Blutes Christi".
Deutsche Namen des Juli sind Heuert oder Heumond, althochdeutsch Heuertim.; lateinisch. Julius, französisch Julliet, englisch July, italienisch Luglio.

Er entspricht dem jüdischen Monat Ab und dem arabischen Redscheb.

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August

Diesen Monat weihten die Römer der Göttin Juno Augustae; von ihr erhoffte man sich Erhellung des Schicksals.

Die Orakelsprüche der Göttin nannte man "augustae" und wer von ihrem Geist erfüllt war, den nannte man einen Augustus - ein Ehrentitel, der erstmals Kaiser Octavian, dem Gründer des römischen Kaiserreichs, verliehen wurde.

Die Bezeichnung "Auguren" für Seher leitet sich von "augur", "Vermehrer", ab; der Seher bekam seine Fähigkeit von der mehrenden Muttergöttin Juno.

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September

Im alten römischen Kalender war September der siebte Monat, abgeleitet von der Zahl SIEBEN.

An schönen Tagen glitzern morgens überall Spinnweben, die von jungen Spinnen erzeugt werden, die sich daran durch die Luft treiben lassen. Weil die silbrigen Fäden an ergrautes Haar gereifter Damen erinnnern, die einen "zweiten Frühling" erleben, spricht man vom "Altweibersommer".

Ende September beginnt traditionell der alpine Viehabtrieb. Das Vieh wird geschmückt zu Tal geleitet, wo es mit Musik und Böllerschüssen begrüßt wird

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Oktober

Der Monat trägt seinen Namen nach dem römischen Wort für die Zahl ACHT, er war der achte Monat im römischen Kalender.

In diesem Monat hält der Herbst Einzug, die Ernte ist eingebracht und der erste Wein gekeltert, gefeiert werden Erntedank und Kirchweih.

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Erntedank

Der Monat, in dem wir Erntedank feiern, hieß früher Holzmonat (ahd. witumanot), Herbstmonat (ahd. herbistmanot), Havermaent oder Herbstsaat. Die Namen deuten die Vorbereitung auf den Winter an: Holzvorräte müssen angelegt, die Wintersaat ausgebracht werden. Die Bezeichnung September, die im Mittelhochdeutschen schon nachweisbar ist, leitet sich von der Zahl sieben ab, lat. septem. Im altrömischen Kalender (156 vor Christus; Beginn des Jahres: 1. März) war dies der siebte Monat. Als Julius Cäsar den Kalender reformierte (56 vor Christus; Beginn des Jahres: 1. Januar) blieb der Monatsname erhalten, auch wenn der Monat seitdem an neunter Stelle steht.

"Danken" kommt von "denken". Überall auf der Welt, wo sich der Mensch als Teil der Schöpfung begreift, wird er auch andere Teile dieser Schöpfung - wie zum Beispiel seine Nahrung - auf Gott zurückführen und sich zu Dank verpflichtet wissen. Deshalb gab es Erntedankfeste auch in vorchristlichen Religionen, im Judentum (Laubhüttenfest) und bei den Römern. In der katholischen Kirche lässt sich das Erntedankfest schon im 3. Jahrhundert nachweisen. Weltweit gibt es keinen einheitlichen Termin für dieses Fest, erntet man doch in allen Klimazonen zu unterschiedlichen Zeiten. Für Deutschland legte die Bischofskonferenz 1972 den ersten Sonntag im Oktober als Erntedanksonntag fest. In evangelischen Gemeinden ist der Michaelistag (29. September) oder der Sonntag davor bzw. danach Festtag.

Heutzutage ist die kirchliche Erntedankfeier in den Gottesdienst integriert. Erntegaben schmücken den Altar oder werden im Gottesdienst zum Altar gebracht.

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Reformationstag

Der Reformationstag wird von evangelischen Christen am 31. Oktober in Gedenken an die Reformation gefeiert.
Am Tag vor Allerheiligen 1517, schlug Martin Luther 95 Thesen zu Ablass und Buße an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg an, um eine akademische Disputation herbeizuführen und leitete damit die Reformation ein.
Dies ist nur eine bildliche Darstellung - seine Thesen hatte Luther in Briefform an mehrere geistliche Würdenträger des Reiches versandt.
Bereits im Reformationsjahrhundert finden sich vereinzelte Jahresfeiern. Zunächst wurden auch der 10. November oder der 18. Februar (Luthers Geburts- bzw. Todestag) als Gedenktage gefeiert; zudem galt der 25. Juni als Tag der Augsburger Konfession als Festtag.
Kurfürst Georg II. von Sachsen setzte 1667 den 31. Oktober an, welcher sich dann durchsetzte, aber nicht in allen Bundesländern gesetzlicher Feiertag ist.









Halloween

Am 31. Oktober ziehen Kinder als Mumien, Zombies oder Frankenstein verkleidet von Haus zu Haus, um anderen einen Schrecken einzujagen und um Süßes einzufordern.

In der heutigen Form stammt Halloween von irischen Einwanderern in die USA, diese brachten die Legende vom Trunkenbold Jack OŽLantern mit:
Der Hölle entkommen, aber wegen seiner Sauferei auch nicht in den Himmel aufgenommen, zieht er für alle Zeiten zwischen beiden umher. Eine ausgehöhlte Rübe dient ihm als Laterne. Die mickrige Rübe wurde später durch pralle Kürbisse ersetzt.

"HALLOWEEN" heisst "ALLHELLOWS EVE" - der Vorabend zu Allerheiligen (1.11.). Es ist ein traditionell christliches Fest, doch auch schon die Kelten feierten um diese Zeit das Erntefest "SAMHAIN" (deutsch: Sommerende).

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November

Der November ist nach römischer Zählung der 9. Monat.

In dieser schon recht dunklen Jahreszeit sind Niederschläge sehr häufig, anhaltend treten Nebel auf, zu Monatsbeginn wird an Allerheiligen und Allerseelen der Toten gedacht.

Der Monat November trägt auch den Beinamen Nebelmond, da der Himmel meist grau ist und die Tage dunkler werden. In diesem "Allerseelenmonat" gedenkt man den Verstorbenen.

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Allerheiligen (1.11.) Allerseelen (2.11.)

In den östlichen Kirchen gab es schon seit Anfang des 4. Jahrhundert Allerheiligenfeste, bei den Byzantinern zunächst als "Herrentag aller Heiligen" am Sonntag nach Pfingsten.

An diesem (Allerheiligen-)Tag wird aller Heiligen, Märtyrer und Verstorbenen gedacht. Die Gräber auf den Friedhöfen werden von den Angehörigen geschmückt, bei Katholiken wird das "Seelenlicht" entzündet, das auch noch am darauffolgenden Allerseelentag leuchtet; es ist das Symbol des "Ewigen Lichtes", das den Verstorbenen leuchtet.
In feierlicher Prozession, dem "Gräberumgang" , schreitet der Priester durch die Reihen der festlich geschmückten Gräber und erteilt den Segen.

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Buß- und Bettag

Obwohl der Buß- und Bettag als staatlicher Feiertag bei uns abgeschafft wurde, bleibt er doch ein wichtiger kirchlicher Feiertag. Er fällt regelmäßig auf den Mittwoch vor dem letzten Sonntag der christlichen Zeitrechnung.

Historisch lassen sich die Buß- und Bettage Europas auf die Römische Religion zurückführen. In Krisenzeiten sollte eine besondere Sühne die Götter gnädig stimmen.

Der erste evangelische Buß- und Bettag fand 1532 in Straßburg als Reaktion auf die Türkenkriege statt. Ein einheitlicher Buß- und Bettag wurde erstmals 1852 von der Eisenacher Konferenz vorgeschlagen. Eingeführt wurde er von der Evangelischen Kirche in Deutschland schließlich 1934.

Das Wort "Buße" bedeutet für Christen eine innere Bereitschaft zur Veränderung und Umkehr. Da verbindet sich mit "Buße" viel stärker der Gedanke an Gnade, Hoffnung und Vergebung.

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Volkstrauertag

Der Volkstrauertag wurde durch den 1919 gegründeten Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge auf Vorschlag seines bayerischen Landesverbandes zum Gedenken an die Kriegstoten des Ersten Weltkrieges eingeführt.

Nach Gründung der Bundesrepublik wurde der Volkstrauertag 1950 erstmals wieder begangen. In den darauf folgenden Jahren wurde er weniger als ein Tag der kollektiven Trauer verstanden als vielmehr einen Tag der Mahnung zu Versöhnung, Verständigung und zum Frieden.

Nach einer Übereinkunft zwischen der Bundesregierung, den Ländern und den großen Glaubensgemeinschaften wurde der Termin auf den vorletzten Sonntag im Kirchenjahr (evangelisch) bzw. den 33. Sonntag im Jahreskreis (katholisch) verlegt. Durch Landesgesetze ist der Tag geschützt.

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Ewigkeitssonntag

König Friedrich Wilhelm III. von Preußen ordnete 1816 an, jährlich den letzten Sonntag des Kirchenjahres als allgemeinen Feiertag zur Erinnerung an die Verstorbenen zu begehen.

Im Laufe der Geschichte hat der letzte Sonntag des Kirchenjahres unterschiedliche Namen getragen, weil er eine so vielfältige und gewichtige Botschaft zu bringen hat:
Totensonntag - Der Tod ist für uns die erkennbare äußerste Grenze unseres Lebens, das letzte im Leben eines Menschen.
Ewigkeitssonntag - Man erlebt dankbar jeden Tag des Lebens und will sich damit trösten, wenn die Angst vor dem Sterben über uns kommt.
Sonntag vom jüngsten Gericht - Man wird an das letzte Wort Gottes erinnert, nälich dass ER über unser Tun und Lassen sprechen wird.
Christkönigsfest - An die Macht und die Herrlichkeit Jesu Christi wird erinnert.
Letzter Sonntag des Kirchenjahres - Einmal wird der letzte Tag unseres Lebens sein. Der vor uns liegende Lebensweg wird täglich kürzer "Heute ist der erste Tag vom Rest deines Lebens"

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Martinstag

Dieser Martin von Tours, der das Reich der Franken und die von ihnen besiedelten Gebiete geprägt hat, war in der lateinischen Kirche der erste, der den Grad der Heiligkeit nicht durch seinen heldenhaften Tod als Märtyrer, sondern durch sein heroisches Leben erreichte.

Vor mehr als 1.600 Jahren, am 8.11.397, ist der dritte Bischof von Tours gestorben. Martin, personales Bindeglied zwischen Rom und dem Frankenreich, verkörperte modellhaft für Jahrhunderte das neue spätantike Priester- und Bischofsideal:
Ein asketischer Mönch, gebildet und tatkräftig zugleich, für den Kult und Kultur der gleichen Quelle entsprangen, der lebte, was er predigte, der sich vor Christus beugte, um ihn herrschen zu lassen. Am 11. November 1997 wurde zum eintausendsechshundertsten Mal seines Todes gedacht.

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Dezember

Der Monat hat seinen Namen nach dem lateinischen Wort für ZEHN, "decem" und war im römischen Kalender der zehnte Monat.

In den Monat der Wintersonnenwende am 21. fallen hohe Feste vieler Religionen und Kulte. Um die Jahreswende treten die Welten miteinander in Kontakt.
Die Römer feierten die Saturnalien, bei den Germanen waren Sonnenwende und die darauf folgenden Rauhnächte mit dem Julfest am 25. Dezember von höchster Bedeutung.

Das Christentum feiert am 24. Dezember den Heiligen Abend, am 25. und 26. Dezember das Weihnachtsfest.

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Advent

Das Wort Advent kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Ankunft.
Es ist die Zeit der Ankunft von Jesus gemeint. Die Christen glauben, dass Gott in Person seines Sohnes Jesus auf die Erde gekommen ist.
Die vier Adventssonntage stehen im Christentum für die vierfache Ankunft Gottes. Am ersten Advent feiern die Christen die Ankunft Jesu in Jerusalem, wo er als Messias einzog.
Der zweite Advent bedeutet die Ankunft Christi in Macht und Herrlichkeit als Weltrichter.
Am dritten Advent erwarten wir die Ankunft Jesu in unseren Herzen, und der vierte Advent steht für die Ankunft Jesu in Maria.

Die Adventszeit wurde erstmals im 5. Jahrhundert im Gebiet um Ravenna (Italien) gefeiert. Der Sonntag vor Weihnachten wurde der Vorbereitung der Geburt Christi gewidmet.

Der 1. Adventssonntag ist der viertletzte Sonntag vor dem 25. Dezember, die Adventszeit endet am Weihnachtstag. Früher galt die Adventszeit als Fasten- und Bußzeit, in der nicht getanzt und nicht geheiratet werden durfte.

Die Adventssonntag haben je ihr eigenes liturgisches Gepräge:
1. Advent: bedenkt die Wiederkunft Christi am Jüngsten Tag,
2. Advent: dient der Vorbereitung auf den kommenden Erlöser,
3. Advent: stellt die Gestalt Johannes, des Täufers, in den Mittelpunkt,
4. Advent: ist geprägt von der nahenden Freude, er ist in der katholischen Kirche Maria gewidmet.

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Nikolaus

Der echte Sankt Nikolaus lebte 340 nach Christus als Bischof im türkischen Myra. Er galt als barmherzig und sehr mildtätig: Alles, was er besaß und darüber hinaus noch erbetteln konnte, verschenkte er an Arme und an Kinder.

Ganze Kontinente, Asien, Europa und Amerika verehren den Bischof aus Myra. In den Ostländern tragen Tausende von Kirchen seinen Namen. In Europa war Nikolaus der am weitesten bekannte Heilige aller Zeiten. Er gilt als Schutzpatron der Handwerker und der Kinder.

Der Heilige hat üblicherweise einem mit Rute und Kette ausgerüsteten Begleiter (Knecht Ruprecht oder Rumpelbass, Pelznikel, Klaubauf, Gangerl, Bartl, Krampus), der die Kinder beschenkt oder auch wegen ihres unchristlichen Tuns tadelt. Diese dunkle Gestalt an der Seite des Heiligen mag zum einen Teil ein Überbleibsel aus alten germanischen Rauhnachtsmythen sein und zum andere Teil aus einer Legende stammen wonach der Heilige in einem Tempel einen Dämon gebändigt hat.

Im 19. Jahrhundert wurde die Nikolausgestalt immer mehr verweltlicht. Zunehmend wurde er zum Weihnachtsmann oder "Santa Claus".

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Weihnachten



Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war. Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeder in seine Stadt.
Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, weil er aus dem Hause und Geschlechte Davids war, damit er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe, die war schwanger.

Und als sie dort waren, kam die Zeit, das sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.
Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. Und der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen:
Fürchtet euch nicht!
Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus,der Herr, in der Stadt Davids.
Und das habt zum Zeichen:
Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen.

Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen:
Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen.
Und als die Engel von ihnen gen Himmel fuhrem, sprachen die Hirten untereinander:
Lasset uns nun gehen nach Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat.
Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe liegen.
Als sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, das zu ihnen von diesem Kinde gesagt war. Und alle, vor die es kam, wunderten sich über das, was ihnen die Hirten gesagt hatten.
Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen.
Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.

Aus dem Evangelium nach Lukas, 2,1-20 (Lit. 4)



Rolf Krenzer

Wann fängt Weihnachten an?


Wenn der Schwache dem Starken die Schwäche vergibt,
wenn der Starke die Kräfte des Schwachen liebt,
wenn der Habewas mit dem Habenichts teilt,
wenn der Laute bei dem Stummen verweilt und begreift,
was der Stumme ihm sagen will,
wenn das Leise laut wird und das Laute still,
wenn das Bedeutungsvolle bedeutungslos,
das scheinbar Unwichtige wichtig und groß,
wenn mitten im Dunkel ein winziges Licht Geborgenheit, helles Leben verspricht,
und du zögerst nicht,
sondern du gehst,
so wir du bist,
drauf zu,
dann,
ja, dann
fängt Weihnachten an.

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Weihnachtssymbole


Der Christbaum oder Weihnachtsbaum

wie wir ihn kennen, ist noch keine 400 Jahre alt.
Den Brauch jedoch, die düstere Winterzeit mit grünen Pflanzen als Hoffnung auf neues Leben und Kerzen als Hoffnung auf neues Licht zu schmücken, gab es schon immer.
Die Symbole des germanischen Julbaumes und des Paradiesbaumes des Alten Testamestes verschmolzen miteinander, das Immergrün versinnbildlichte die Geburt Christi, den Beginn des neuen Jahres, die immer wieder neu erwachende Lebenskraft.
Diese Lebenskraft, die in wintergrünen Gewächsen steckte, wurde als Heilkraft gedeutet. So glaubte man sich Gesundheit ins Haus zu holen, wenn man dieses zu Neujahr mit Grünem schmückte. Schon die Römer bekränzten ihre Häuser zum Jahreswechsel mit Lorbeerzweigen.
Das mittelalterliche Deutschland brachte je nach Landschaft Eibe, Stechpalme, Wacholder, Mistel, Buchs, Tanne und Fichte ins Haus.


Der Adventskranz:

Die Sitte des Adventskranzes ist recht jung, sie geht zurück auf den Hamburger Theologen Johann Hinrich Wichern (*1808, +1881), den Gründer des "Rauhen Hauses" in Hamburg.
Er kummerte sich in einem Bauernhaus - das Rauhe Haus - um in Armut lebende Kinder.
Die sollen immer gefragt haben, wann denn endlich Weihnachten sei. Also baute Wichern im Dezember 1838 einen Holzkranz mit 19 kleinen und vier großen weißen Kerzen. An jedem Werktag im Dezember wurde eine kleine Kerze, an den Adventssonntagen eine große Kerze angezündet.

In den darauf folgenden Jahren wurden die Wände des Saals mit grünen Zweigen geschmückt, bis man 1860 auch den Holzreifen mit Tannenreisig umwand:
damit war der Adventskranz geboren. Dieser Brauch hielt zunächst in evangelischen Familien Einzug, 1925 hing in Köln zum ersten Mal ein Adventskranz in einer katholischen Kirche. Der Brauch verbreitete sich inzwischen weltweit.
Immergrünes in der Wohnung gab es schon vor 600 Jahren: Zweige von Wacholder, Misteln und Tannen symbolisierten ungebrochene Lebenskraft, Haus und Hof sollten vor Schaden bewahrt bleiben.
Die Kerzen galten im 14. Jh. als Zeichen der Hoffnung auf eine neue, hellere Zeit. Kerzen in der Adventszeit waren traditionell rot, sinnbildlich für das Blut, welches Christus für die Menschen vergoss. Das Kerzenlicht ist Symbol für Christus, das Licht der Welt.


Der Weihnachtsmann und das Christkind

Martin Luther schaffte um 1535 die Kinderbescherung durch den Heiligen Nikolaus ab, welcher bis dahin Gabenbringer der Kinder war. Ab dann erhielten die Kinder die Gaben durch den "heiligen Christ".
Das Christkind bringt im Süden Deutschlands, Teilen der Schweiz und in Österreich den braven Kindern die Geschenke. Auch werden die Advents- und Weihnachtsmärkte in diesen Regionen Cristkindlmarkt, Cristmarkt oder auch Kindleinsmarkt genannt.
In der ganzen Welt kennen ihn die Menschen als Father Christmas, Sint Nikoloses, Père Noël, Sinterklaas, Nikolaus oder Santa Claus.
Erstmalig taucht das Wort Weihnachtsmann im 18. Jh. auf. Das Christkind wurde in vielen Orten durch den Weihnachtsmann "ersetzt".
1931 beauftragte die "The Coca-Cola Company" den schwedisch-amerikanischen Zeichner Haddon Sundblom, den "Santa Claus" für eine Werbekampagne zu zeichnen. Sundblom schuf einen sympathischen "Weihnachtsmann zum Anfassen". Seine Vorlage: das Gesicht eines pensionierten Coca-Cola Fahrverkäufers. Wir alle kennen diese Figur:
Der großväterliche Weihnachtsmann mit Pausbacken, stattlichem Rauschebart und einem roten Mantel mit weißem Pelzbesatz.


Die Krippe:

Überall auf der Welt, wo Christen die Geburt Jesu feiern, findet sich die Weihnachtskrippe.
Der Legende nach stand die erste Weihnachtskrippe 1223 in der Kirche des heiligen Franziskus von Assisi. Seine Feier fand in Greccio in einem wirklichen Stall mit Ochs und Esel und einer strohgefüllten Krippe statt, doch ohne die Heilige Familie.
Die Historiker vermuten als Ausgangspunkt des Brauches die in Rom verwahrten Krippenreliquien, vor denen die Päpste früher den nächtlichen Weihnachtsgottesdienst feierten.
Durch den Christbaum der ab dem 19. Jh. allgemeine Verbreitung fand, verlor die Krippe ihre Mittelpunktsfunktion .


Der Adventskalender

Erst ca. 1920 erschienen die ersten Adventskalender mit Türchen zum Öffnen auf dem Markt, so wie wir sie heute kennen.
Die Ursprünge lassen sich jedoch bis in das 19. Jahrhundert zurückverfolgen, als in religiösen Familien im Dezember 24 Bilder nach und nach an die Wand gehängt wurden.
Davor kannte man 24 an die Wand oder Tür gemalte Kreidestriche, von denen die Kinder jeden Tag einen wegwischen durften ("Strichkalender").
Oder es wurden Strohhalme in eine Krippe gelegt, für jeden Tag bis Heilig Abend. Weitere Formen sind die Weihnachtsuhr, oder aber eine Adventskerze die jeden Tag bis zur nächsten Markierung abgebrannt werden durfte.


der Weihnachtsstern und der Stern von Bethlehem:

Die blühenden Weihnachtssterne, die wir in der Vorweihnachtszeit kaufen können, symbolisieren den Stern von Bethlehem.
Nach Matthäus haben die Magier (die heiligen 3 Könige) einen Stern aufgehen sehen, dem sie dann gefolgt sind, bis dieser über den Geburtsort Jesu in Bethlehem anhielt. Dieser Stern, so ist zu lesen, war den Magiern ein Zeichen und Wegweiser.
Möglicherweise sahen sie Staturn und Jupiter zusammen als einen Stern, denn beide standen im Jahr 7 vor Beginn unserer Zeitrechnung sehr dicht beieinander.

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Die zwölf Raunächte

Mit dem Tag der Wintersonnenwende (21./22. Dezember - "Thomasnacht") beginnen die Raunächte und enden am 5./6. Januar ("Epiphaniasnacht").
Jede Raunacht steht unter dem Einfluss eines Tierkreiszeichens, beginnend mit dem Widder am 25.Dezember und endend mit den Fischen am 05.Januar.

Zum Ursprung des Namens gibt es zwei mögliche Erklärungen:
ERSTENS:

Das Ausräuchern der Ställe, um Unheil abzuwehren.
Aus der "Rauchnacht" wurde "Raunacht":
Die dunklen Winternächte waren in Zeiten ohne elektrisches Licht besonders schaurig. Böse Geister sollten durch Rituale vertrieben werden.

Am 06.Januar, dem Tag nach den Raunächten, gingen die Frauen durch die Häuser und reinigten diese indem sie sie mit Weihrauch ausräucherten und mit Weihwasser besprengten. Das sollte die bösen Geister vertreiben, oder ihnen erst gar keinen Einlass gewähren.
Anschließend schrieben sie mit weißer Kreide die Jahreszahl und die drei Buchstaben K + M + B über die Eingangstür. Diese drei Buchstaben bedeuten sowohl die Namen der "Heiligen drei Könige": Kaspar, Melchior und Balthasar,
als auch den Haussegen CHRISTUS MANSIONEM BENEDICAT (Christus segne das [dieses] Haus).
Seit dem 16. Jahrhundert ist der Brauch der von Haus zu Haus ziehenden Sternsinger, die ebenfalls die Initialien C+B+M plus der Jahreszahl auf die Türen malen, nachgewiesen.

ZWEITENS:

Die Beschaffenheit der pelzumrahmten Masken der Perchten:
Althochdeutsch bedeutet "ruh" so viel wie "rau, haarig, behaart". Darauf beruht auch die Bezeichnung "Rauchwaren" für Pelze.
Laut Volksglauben gingen in den oft stürmischen Nächten die bösen Geister um und wollten Schaden für Haus, Stall und Hof. Deshalb bekleideten sich einige Bewohner der Ortschaften mit Fellen, verdeckten ihr Antlitz mit Masken (Perchten) und vertrieben ihrerseits durch noch lauteren und stärkeren Radau und noch wilderes Aussehen die Geister.

Beheimatet ist der Brauch der Raunächte vor allem in Bayern und Österreich. Das Weihen der Ställe ist sogar noch weiter verbreitet: auch in der Schweiz, in Böhmen und in Südtirol. Mit den Perchtenumzügen (mancherorts auch Perschten genannt) wird dort altes Brauchtum auch heute noch lebendig gehalten.



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Silvester

Silvester ist ein männlicher Vorname lateinischen Ursprungs und bedeutet soviel wie "Waldbewohner" oder "der zum Wald Gehörende".
Silvester ist als letzter Tag des Jahres, dem 31. Dezember, nach dem Tagesheiligen, Papst Silvester I. benannt. Dieser Festtag wird von der Kirche seit dem Jahre 354 gefeiert. Der Heilige Silvester I. wurde am 31. Januar 314 als 34. Oberhirte zum Papst gekrönt und starb in Rom am 31. Dezember 335 in Rom.

"Guten Rutsch" geht wahrscheinlich auf den aus dem Jiddischen stammenden Begriff "Rosch" (="Anfang") zurück.
In diesem Sinne also einen "Guten Anfang"!!

Neujahr Papst Innozenz XII. legte 1691 fest, dass der 1. Januar der Neujahrstag sein soll. Vorher wurde der Neujahrstag am 6. Januar gefeiert, danach am 25. Dezember.
Neujahr war und ist weniger ein kirchliches als ein weltliches Fest. In Rom fanden zu diesem Anlass ausschweifende Feierlichkeiten mit Ess- und Trinkgelagen sowie Opfergaben statt. In der Bevölkerung blieben die römischen Neujahrsbräuche erhalten, als das Christentum im vierten Jahrhundert zur römischen Staatsreligion und damit zu einer Massenbewegung geworden war. Im Mittelalter wurde am Neujahrstag das "Fest der Narren" gefeiert mit Lärmen, Schreien, Schlagen (das bedeutete das Austreiben der Sünden, Krankheiten und Dämonen). In dieser Form wurde das Fest in den Fasching übernommen, denn von den Christen wurde dieses "heidnische Treiben" zunächst gänzlich abgelehnt.


In den Januar:

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