Sabine Elender
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Abschied und Tod

in Beziehungen, Kultur und Religion
Diese Seite wird ganz langsam wachsen, wie auch die Trauer nach einem Verlust viel Zeit benötigt.
Wer diese Seite betritt, sucht vielleicht einen etwas anderen Umgang - einen menschlicheren - mit dem Thema "Abschied Tod und Trauer".

Während eines Abschiedes durchlaufen wir sehr unterschiedliche Gefühle, die wir aushalten und durchleben müssen.
Mal stehen Sehnsucht oder Verzweiflung im Vordergrund, zu einem anderen Zeitpunkt vielleicht Vorwurf oder Zorn, der ebenfalls einen Platz braucht.

Ich möchte versuchen, diesen Gefühlen Worte zu verleihen, damit am Ende vielleicht so etwas wie Hoffnung entstehen kann.
Ein stark gekürzter Überblick ür den Umgang mit dem Tod in fremden Kulturen und in den Weltreligionen folgt.
Abschließend gebe ich Empfehlungen zu hilfreicher Literatur und Adressen.

- - - weiter zu Gedanken und Bildern, Weltreligionen, Buchempfehlungen, Adressen - - -



Trauer und Sehnsucht Zorn und Schuldgefühle Trost und in Versöhnung Hoffnung und Neubeginn Buchempfeh-
lungen
Adressen
Christentum Judentum Islam Hinduismus Buddhismus Trauerrituale und Begräbnisriten verschiedener Völker und Kulturen






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Trauer und Sehnsucht

See meiner Tränen


Todestag

Wie gern möchte ich dich in meine Arme schließen
deine Stimme hören
mit dir lachen
Ich vermisse dich unendlich

dein Tod bleibt für mich unfassbar.




Ewiger Kreislauf

Als ich ein Baby war
hast du mich getragen
voll Stolz so luftig auf deinem Arm.
Als du gegangen bist
für immer
habe ich dich hinanb gelassen in die Schwere der Erde
voll unendlicher Trauer.




Qual

In den Momenten intensivster Sehnsucht
war der sengende Schmerz so zersetzend qualvoll
dass ich mir wünschte, daran zu sterben.
Irgendwo las ich, auch das geht vorbei.
Ich konnte das nicht glauben.









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Zorn und Schuldgefühle


Der Tod und die damit verbundene Trauer finden in der westlichen Welt (noch) keinen angemessenen Platz in der Gesellschaft.
Innerhalb des privaten Rahmens und innerhalb eines unausgesprochenen Zeitraumes JA, darüberhinaus ist die Toleranz überraschend schnell zu Ende.
Wenn dann noch innerhalb des Trauerprozesses Gefühle wie Zorn oder Wut aufsteigen, ist das absolute Tabu erreicht und der Mensch in seinen quälend widersprüchlichen Gefühlen völlig sich selbst überlassen.
Diese per se als negativ eingestuften Gefühle rufen Schuldzuweisungen gegen sich selbst hervor, denn man kann sich wohl intellektuell verzeihen, wenn man wütend ist, dass der Verstorbene einen verlassen hat (das ist an sich schon absurd), aber das Herz hat andere Maßstäbe und verurteilt.
Was kann die Lösund sein?
Wut und Zorn zulassen.
Wenigstens vor sich selbst.
Denn es ist ein ganz natürlicher Ablauf.





Allein gelassen
ver-lassen
übrig geblieben
halb bin ich nur noch
warum
hast du mich allein gelassen?





Welten ?

Vielleicht kanntest du diese
anderen Welten
nicht!?
Die, in denen
nicht
nur Leistung zählt?
Hast nur die gesehen, in der zählt,
wer was leistet
und in der nur gemocht wird, wer was leistet?
Habī ich dir nie zeigen können dass ich dich liebe,
nicht weil du alles konntest
sondern
weil ich DICH liebte?

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Eine mir nahe stehenden Person erzählte mir, dass sie in ihrer Wut über den Verlust ihres Partners zwei Porzellanfiguren die dieser gesammelt hatte und die sie viele Jahre scheusslich fand und nur seinetwegen akzeptierte, in einen Plastikbeutel steckte und gegen die Hauswand schleuderte.
Es hat niemand gemerkt, keiner wurde verletzt, und
es hat ihr gut getan.




Verblüht und mit Frostkristallen bestäubt
Verblüht und mit Frostkristallen bestäubt.




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Trost und in Versöhnung

Am Ende meines Weges

Am Ende meines Weges ist ein tiefes Tal.
Ich werde nicht weiterwissen.
Ich werde mich niedersetzen und verzweifelt sein.

Ein Vogel wird kommen und über das Tal fliegen,
und ich werde wünschen, ein Vogel zu sein.
Eine Blume wird leuchten jenseits des Abgrundes,
und ich werde wünschen, eine Blume zu sein.
Eine Wolke wird über den Himmel ziehen,
und ich werde eine Wolke sein wollen.

Ich werde mich selbst vergessen.
Dann wird mein Herz leicht werden
wie eine Feder,
zart wie eine Margerite,
durchsichtig wie der Himmel.

Und wenn ich dann aufblicke,
wird das Tal nur ein kleiner Sprung sein
zwischen Zeit und Ewigkeit.

- Indianische Weisheit -





"Ich möchte dich so gern noch einmal wiedersehen!"

"Ja, siehst du mich denn nicht?
Ich bin in jeder Schneeflocke
in jedem Sonnenstrahl
und in
Tausenen von Regentropfen umhülle ich alles -
auch dich!"




Du hast mir nicht gegeben
was ich brauchte
aber alles
was du hattest.





Steh nicht weinend an meinem Grab.
Ich bin nicht dort unten. Ich schlafe nicht.

Ich bin tausend Winde, die wehen.
Ich bin das Glitzern der Sonne im Schnee.
Ich bin das Sonnenlicht auf reifem Korn.
Ich bin der sanfte Regen im Herbst.
Und wenn du erwachst in der Morgenfrühe,
bin ich das schnelle Aufsteigen
der Vögel im kreischenden Flug.
Ich bin das sanfte Sternenlicht in der Nacht.

Steh nicht weinend an meinem Grab.
Ich bin nicht dort unten. Ich schlafe nicht.

- Ein Indianer -





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Hoffnung und Neubeginn

Der Tod erinnert an den heiligen Wert des Lebens
- - - Aus der Seelenfamilie - - -


Rudbeckia sullivantii

Nicht nur die Trennung von einem geliebten Menschen ist ein Verlust, den wir als solchen wahrnehmen.
Auch der Abschied von ungelebtem Leben, von dem, was in einem Lebensabschnitt unumkehrbar vorbei ist, bedeutet einen Verlust, den wir betrauern dürfen.
Aber irgendwann, nach jeder Trauer, brauchen wir ein neues
Ziel.
Das kann in der Zukunft liegen, irgendwann,
aber auch darüber hinaus, in einem wie auch immer vorgestellten "Danach".


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Jeder Abschied ist auch ein neuer Anfang



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Zustimmung

Die Bindung an die Welt der Dinge wird schwächer
zögernd taucht eine Welt jenseits aller materiellen Bedeutungen
aus dem Nebel der Vermutung auf.
Der Tod trägt das Gesicht der Anderwelt, des Unfasslichen.
Wie fragil und dadurch unendlich kostbar ist
ein Lächeln
ein Erkennen

im hier
und jetzt


Die Anderwelt hat ihren furchtbaren Schrecken verloren,
nicht aber das Geheimnis des Unfassbaren.
Sehnsucht nach der Welt jenseits des Materiellen,
einer Unendlichkeit voll stillem schlichten Sein
erwacht.
Klarheit und Zufrieden-Sein mit dem, was geschieht, kann in der Zustimmung,
sich einzureihen in den Fluss des Lebens,

wachsen.


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ICH BIN

Ich bin das Leben und ich bin der Tod.
Ich bringe das Gute und das Böse
ins Außen der Welt
und ins Innere der Seele.
Für jeden von uns beides
zur Orientierung und zur Versöhnung.
Ich gebäre die Liebe und auch die Verachtung,
meine Träume sind meine Gedanken
sind meine Wirklichkeit.
Ich schaffe und vernichte,
doch das Ganze
bleibt.
Ich bin die Tiefe, aus der ich empor gekrochen kam
und ich bin die Oberfläche, auf der ich gestalten darf
was ich mir vornahm.
Ich bin hier um anzupacken
und ich bin hier um zu lernen
loszulassen.
Und wenn die Spanne des Wirkens vorüber ist
werde ich mitnehmen können
was ich mir vornehme.


Hoffnungsbaum
Der Baum als Symbol für den Zyklus von Werden und Vergehen.






Für alle kleinen und großen Menschen, die ein geliebtes Tier verloren haben gibt es die Erzählung über die Regenbogenbrücke:

Wir standen da und sahen sie hinter dem Horizont verschwinden. Und als wir versuchten Lebewohl zu sagen liefen Tränen über unsere Gesichter und die Tiere an der Regenbogenbrücke riefen voller Begeisterung: "Schaut! Da kommt sie!" und sprangen vor Freude.

Die Regenbogenbrücke

Eine Brücke verbindet den Himmel und die Erde. Wegen der vielen Farben nennt man sie die Brücke des Regenbogens. Auf dieser Seite der Brücke liegt ein Land mit Wiesen, Hügeln und saftigem grünen Gras.
Wenn ein geliebtes Tier auf der Erde für immer eingeschlafen ist, geht es zu diesem wunderschönen Ort. Dort gibt es immer zu Fressen und zu Trinken und es ist warmes schönes Frühlingswetter. Die alten und kranken Tiere sind wieder jung und gesund. Sie spielen den ganzen Tag zusammen.
Es gibt nur eine Sache, die sie vermissen. Sie sind nicht mit ihren Menschen zusammen, die sie auf der Erde so geliebt haben. So rennen und spielen sie jeden Tag zusammen, bis eines Tages plötzlich eines von ihnen innehält und aufsieht. Die Nase bebt, die Ohren stellen sich auf und die Augen werden ganz groß.
Plötzlich rennt es aus der Gruppe heraus und fliegt über das grüne Gras. Die Füße tragen es schneller und schneller. Es hat Dich gesehen. Und wenn Du und Dein spezieller Freund sich treffen, nimmst Du ihn in Deine Arme und hältst ihn fest.
Dein Gesicht wird geküßt, wieder und wieder, und Du schaust endlich wieder in die Augen Deines geliebten Tieres, das so lange aus Deinem Leben verschwunden war, aber nie aus Deinem Herzen.
Dann überschreitet Ihr gemeinsam die Brücke des Regenbogens und Ihr werdet nie wieder getrennt sein ...
Verfasser unbekannt



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Tod und Trauer in den Weltreligionen

Christentum

Gott sichert den Menschen ewiges Leben im Jenseits zu, die zu Lebzeiten in die Christusnachfolge getreten sind.
Für diese wird das Jenseits in den alttestamentarischen Schöpfungserzählungen als paradiesisch (das Paradies oder der Himmel) geschildert,
für Ungläubige als Ort der Höllenqualen.
Die Hölle (in der Offenbarung der Schwefel und Feuer speiende Pfuhl) ist tief in der Erde verborgen, die Zugänge führen durch dunkle Wäsder, Vulkane oder den Schlund des Leviathans.
Dort hausen Scharen von bösartigen Teufeln, welche die Verdammten durch körperliche Schmerzen, Würgen und sengende Hitze quälen.
Die Verdammten sind die Ungläubigen, die Götzendiener, Lügner, Zauberer und die Feigen.



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Judentum

Zunächst auf ein mit Gott versöhntes langes und sorgenfreies Leben ausgerichtet, gehört der Tod so selbstverständlich zum Leben wie die Nacht zum Tag.
Bei allen Verrichtungen im Zusammenhang von Tod und Beerdigung helfen Mitglieder der Heiligen Bruderschaft (Chevra Kadischa).
Nach einer hebräischen Überlieferung gehen die Toten in eine ummauerte Stadt.
In den ersten sieben Trauertagen (Schiwa) ruht die Arbeit der Trauernden, die aus den Büchern Hiob oder Jeremia lesen.
Am ersten Jahrestag ("Jahrzeit") des Todes wird der Grabstein gesetzt und zu jeder folgenden Jahrzeit des Toten gedacht.
Eine Beerdigung darf nicht am Sabbat oder an jüdischen Feiertagen sein.
Die Vorstellung von einer Hölle bzw. eines Fegefeuers ist in vielen Kulturen verbreitet: Nach der hebräischen Überlieferung gehen die Toten in den Scheol, eine ummauerte Stadt, "das Land des Vergessens" bzw. "Das Land des Schweigens".
Es ist dort ein Vegetieren in Dunkelheit, Staub, inmitten von Maden und von Jahwe vergessen.

jüdischer Friedhof in Prag jüdischer Friedhof

Quelle: Reisefoto



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Islam

Der Islam hat ganz konkrete Vorstellungen davon, was nach dem Tod zu erwarten ist:
Die Gläubigen, die sich zu Lebzeiten zum Islam bekennen, ihren religiösen Pflichten nachkommen und Buße tun, erwartet die Freuden des Paradieses, welche ausführlich beschrieben werden als blühende Oase mit Gärten, Flüssen und wuchernden Bäumen.
Besonders auserwählt gelten die, welche im Einsatz für den Islam den Märtyrertod sterben.
Jene, die nicht an Allah und Muhammad glauben, erfahren am Tag des Gerichts schwere Strafen in der Hölle. Auch diese werden sehr genau beschrieben.
Zwei Engel, Munker und Nakeer, prüfen die Toten mit Fragen, um sie für Paradies und Hölle zu scheiden.
Die islamische Tradition spricht auch von Sirat, der Brücke über die Hölle, die alle Toten überqueren müssen.



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Hinduismus

Der Tod ist nicht absolut, nicht endgültig, sondern er ist Eintrittspforte in ein weiteres, ein nächstes Leben, eine Wiedergeburt.
Dessen Qualtiät wird bestimmt vom Leben und Handeln, vom Verhalten im vergangenen Leben.
Leben und Tod wechseln sich so ab in einem ewigen Kreislauf ohne Anfang und Ende.
Ziel des gläubigen Hindu ist es, dem Wiedergeburtenkreislauf zu entrinnen.
Es gibt veschiedene Wege, sich diesem Ziel zu nähern, einer davon ist die Ausrichtung auf einen höchsten persönlichen Gott, an dessen Paradies der Hindu nach dem endgültigen Tod teilzuhaben hofft.



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Buddhismus

Der Tod ist nur das Ende des jetzigen Lebens, denn der Mensch sieht sich im Rad der Wiedergeburten gefangen und mit den Taten und Untaten früherer Leben durch die Qualität seines Jetzigen unmittelbar bestraft bzw. belohnt.
Das (gute sowie schlechte) Verhalten im Leben häuft Karma an für die nächste(n) Inkarnation(en), sodass ein direkter Bezug entsteht zwischen Handeln und (wiedergeburtlicher) Wirkung.
Das oft mühevolle Wirken guter Taten ruft den Wunsch wach, den Wiedergeburtenkreislauf zu verlassen.
Die Erlösung ist das Erreichen des Nirvana, welches sich in etwa mit dem Verlöschen irdischer Begierden, welche Leiden verursachen, umschreiben lässt.



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Trauerrituale und Begräbnisriten verschiedener Völker und Kulturen


Der Trauer einen Ausdruck geben.

Weil unterdrückte, verleugnete, unverarbeitete Trauer unter der Oberfläche weitergärt und zerstört.
Die Klageweiber der Antike erfüllten die wichtige Aufgabe, Trauer und Tränen gewissermaßen "hervorzulocken" und dadurch zu lösen. Das geschah in der Gemeinschaft mit Gesängen, Versen, rhythmischen Bewegungen und eben Klagen und Geschrei.
Wenn auch künstlich provoziert, hat diese Trauer"arbeit" befreiende (lösende) Wirkung.



In der babylonischen Kulturgeschichte wurde der Tod nicht als das absolute Ende des Lebens begriffen, vielmehr verkörperte der Tod die Trennung von Körper und Geist, das Auseinanderbrechen des Körpers und das Übertreten der Seele von einer Existenz in eine andere.



Auf Madagaskar gibt es die Tradition der Doppelbestattung,
die Madegassen pflegen darin eine Beziehung zwischen Lebenden und Verstorbenen , die nicht durch den Tod unterbrochen werden kann:
Bei der ersten Bestattung geht es um den frischen Leichnam
(faty lena), der Tote wird beigesetzt.
Nach einiger Zeit findet die Exhumierung (havoria) statt, der Tote wird gesäubert, gebadet und gesalbt. Bei der zweiten endgültigen Bestattung geht es also um den ausgetrockneten Leichnam (faty maina), erst dadurch wird der Tote zu einem Ahnen.
Dieses Begräbnis wird mit großem Aufwand gefeiert und dient der Festigung der sozialen Bande in Familie und Gemeinschaft (fihavanana).



Friedwald

Friedwald ist eine neue Bestattungsform und stammt ursprünglich aus der Schweiz.
Ein Friedwald ist ein Teil natürlicher Wälder, landschaftlich reizvoll gelegen. Darunter sind alte Eichenwälder, lichte Mischwälder oder Junganpflanzungen.
(- FriedWald Hümmel - - FriedWald Odenwald - - FriedWald Reinhardswald -)
Die Asche des Verstorbenen wird im Wald direkt zu den Wurzeln eines Baumes gegeben.
Der Baum ist Grab und Grabmal, er nimmt die Asche mit seinen Wurzeln auf, als Sinnbild des Lebens über den Tod hinaus.

in einem Friedwald
www.friedwald.de



Zeit für die Trauer ?

Ih Ghana dauert eine Bestattungszeremonie drei Tage und Nächte,
bei den Russlanddeutschen vier Stunden
und in Deutschland im Schnitt 20 Minuten.



In Mexiko ist der Allerseelentag ein frohes Fest mit vielen vorchristlichen Elementen.
Die Lebenden treten in engen Kontakt mit den Seelen der Verstorbenen.



Was auch immer wir für Vorstellungen und Erwartungen mit dem Tod verbinden - nur eines ist gewiss:
Er ist unausweichlich.


Der Gärtner trifft im Garten seines Herrn, des Königs von Persien, den Tod.
Erschrocken läuft er fort, rennt zum König un sagt ihm:
"Ich habe in deinem Garten den Tod getroffen, bitte gib mir sofort Urlaub. Ich möchte so weit fort wie möglich. Was ist weit?"
Der König: "Istfahan".
"Gut", sagt der Gärtner, "gewähre mir einen Urlaub nach Istfahan".
Neugierig geworden, geht der König in seinen Garten und fragt den Tod:
"Was hast du mit meinem Gärtner angestellt? Er wollte so weit fort wie möglich. Er ist nach Istfahan gegangen".
Darauf der Tod:
"Ach, deshalb muss ich morgen nach Istfahan".

- - - persisch - - -




- - - Dieser Abschnitt wächst noch - - -



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Quellenverzeichnis und Buchempfehlungen:

  • Claudia Cardinal:
    Trauerheilung
    247 Seiten
    ISBN 3-491-77037-8
    - - 12 Trauerschicksale: Einfühlsam, trostgebend und heilend - -
  • Monika Specht-Tomann, Doris Tropper:
    Wege aus der Trauer
    60 Seiten
    ISBN 3-7831-1905-7
    - - Trauerphasen und Trauerreaktionen, Trauerbegleitung - -
  • Rita Peter:
    Wege aus der Nacht
    185 Seiten + Album für persönliche Erinnerungen
    ISBN 3-629-00461-X
    - - Einfühlsamer Ratgeber mit praktischem Teil und einem Album. - -
  • Helga Strätling-Tölle
    Übergänge - Geschichten vom Leben und Sterben
    142 Seiten
    ISBN 3-7867-8346-2
    - - 29 Geschichten und Texte dieses Buches erzählen von der Einzigartigkeit des Sterbens eines jeden Menschen vor dem Hintergrund seiner individuellen Lebensgeschichte. - -
  • Lis Bickel, Daniela Tausch:
    Ich möchte dich begleiten
    186 Seiten
    ISBN 3-451-05361-6
    - - Begleitende trostvolle Worte u.a. von Hermann Hesse, Kübler-Ross, A. Schweizer, A. de Saint-Exupéry, Laotse, K. Gibran, A. Stifter, Hölderlin, M. Ende, A. Rilde, R. Tagore, v. Kaschnitz, R. Huch. - -
  • Mirjam Heil:
    Caspar - Das Leben und Sterben eines Kindes
    133 Seiten
    SBN 3-7725-1967-9
    - - Mirjam Heils Sohn Caspar starb im Alter von 7 Jahren und 7 Monaten. Mit ungeheurer Intensität berichtet die Autorin über das Leben und Sterben ihres Kindes- -
  • Barbara Dobrick:
    Wenn die alten Eltern sterben
    195 Seiten
    ISBN 3-7831-0986-8
    Der Verlust der Eltern bedeutet auch das endgültige Ende der Kindheit. - -
  • Marie de Hennezel, Jean-Yves Leloup: Die Kunst des Sterbens - Der Tod und wie wir mit ihm umgehen können
    235 Seiten
    ISBN 3-8105-0876-4
    - - Eine Psychologin und ein orthodoxer Priester, Theologe, Philosoph und Psychologe, beide Pioniere der modernen spirituellen Sterbebegleitung, sprechen über die Begegnung und Begleitung Sterbender. - -
  • Marie-Louise von Franz:
    Traum und Tod - Was uns die Träume Sterbender sagen
    251 Seiten
    ISBN 3-933939-59-3
    - - M.-L. von Franz als Schülerin von C.G. Jung beschreibt den Tod als Wandlungsprozess, der in den Träumen Sterbender bereits Hoffnung enthalten. - -
  • Francisco J. Varela:
    Traum, Schlaf und Tod - Der Dalai Lama im Gespräch mit westlichen Wissenschaftlern
    303 Seiten
    ISBN 3-492-23014-8
    - - Interdisziplinärer Dialog zwischen östlicher Weisheit und westlicher Wissenschaft über Grenzbereiche des Bewusstseins. - -
  • Sogyal Rinpoche:
    Das Tibetische Buch vom Leben und vom Sterben - Ein Schlüssel zum tieferen Verständnis von Leben und Tod
    499 Seiten
    ISBN 3-502-62580-8
    - - Aufbauend auf einer Auslegung des TIBETISCHEN TOTENBUCHES "führt S. Rinpoche an eine Lebenspraxis geran, durch die der Tod seinen Schrecken verliert und der alltag an Authentizität und Lebensfreude gewinnt" (New Dimensions).
  • Jiddu Krishnamurti:
    Über Leben und Sterben
    - - Reflexionen über die Letzten Dinge. - -
  • Lama Karta: Leben Sterben Wiedergeburt - ein hilfreicher Begleiter durch den Kreislauf der Existenz
    212 Seiten
    ISBN 3-7787-7161-2
    - - Der Weg des Buddha - die sechs Bardos - Meditation und Achtsamkeit - der Sterbeprozess - buddhistische Betrachtungen - -
  • Gabriel Looser:
    Sie gingen ins Licht - Geschichten von Sterben, Tod und Weiterleben
    189 Seiten
    ISBN 3-466-36633-X
    - - Ein Hoffnungsbuch und sensibler Begleiter, spirituell, trostvoll. - -
  • li>Flensburger Hefte: Umgang mit dem Sterben
    197 Seiten
    ISBN 3-926841-81-8
    - - Beiträge aus antroposophischer Sicht über Altern, Hospizbewegung, Sinn des Todes, Trauer, Brücken zu Verstorbenen - -
  • Nigel Barley:
    Tanz ums Grab
    304 Seiten
    ISBN 3-423-12795-3
    - - Nigel Barley untersucht weltweit Todesriten, als Ethnologe macht er daraus eine unterhaltsame Leserreise, auch mit (angemessener) Ironie. - -
  • Constantin von Barloewen:
    Der Tod in den Weltkulturen und Weltreligionen
    653 Seiten
    ISBN 3-458-34312-1
    - - Der Tod in den Kulturen und Weltreligionen, in Mythologie, Philosophie. Umfassend, tiefgreifend und detailreich sind die Beiträge bedeutender Gelehrter der verschiedenen Weltkulturen und Religionen. - -
  • Norbert Fischr:
    Wie wir unter die Erde kommen - Sterben und Tod zwischen Trauer und Technik
    205 Seiten
    ISBN 3-596-13480-3
    - - Die technisierte Seite des Sterbens: Intensivstation, Krematorium, Beisetzung. - -
  • Verbraucher-Zentrale: Was tun, wenn jemand stirbt?
    116 Seiten
    ISBN 3-936350-17-5
    - - Ein praktischer Ratgeber in Bestattungsfragen. - -
  • Sonderheft der Zeitschrift Friedhof und Denkmal von Sylvia Siebert und Reiner Sörries: "An der Grenze unserer Zeit" -Totenfürsorge und Grabstättengestaltung heute
    Hg: Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal
    - -Zu beziehen bei dem Museum für Sepulkralkultur in Kassel, Adresse siehe unten - -


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Adressen:

  • Telefonseelsorge bundesweit Tag und Nacht erreichbar:
    evangelisch: 0800/1110111
    katholisch: 0800/1110222
    Kinder- und Jugendtelefon: 0800/110333
  • Notfallseelsorge:0228/8229
  • Humanistischer Verband Deutschland (HVD)
    Bundesbeauftragte für Patientenverfügung und Sterbebegleitung
    Frau Gita Neumann
    Wallstr. 61-65
    10179 Berlin
    Tel.: 030/61390411
    Fax: 030/61390450
    E-Mail: mail@patientenverfuegung.de
    www.patientenverfuegung.de
  • Internationale Gesellschaft für Sterbebegleitung und Lebensbeistand e.V. (IGSL)
    Postfach 1408
    55384 Bingen
    Tel.: 06721.10318 oder 06721.921161
    Fax: 06721.10381
    E-Mail: geschaeftsstelle@igsl-hospiz.de
    www.igsl-hospiz.de
  • Trauergruppen in Hamburg:
    Claudia Cardinal
    -Heilpraktikerin und Sterbeamme-
    Brookkehre 11
    21029 Hamburg
    Tel.:7242420
    E-Mail: finderscardinal@web.de>
    www.sterbeamme.de
  • Spirituelle Sterbebegleitung Institut Dr. Gabriel Looser
    Junkerngasse 17
    CH-3011 Bern
    Tel.: 0041-31-318 1901
    E-Mail: mail@institutlooser.ch
    www.institutlooser.ch
  • Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e.V.
    Stiftung Zentralinstitut und Museum für Sepulkralkultur
    Weinbergstraße 25-27
    34117 Kassel
    Tel.: 05 61 / 9 18 93 - 0
    Fax: 05 61 / 9 18 93 - 10
    E-mail: afd.kassel@t-online.de
    www.sepulkralmuseum.de
  • Aeternitas e.V.
    Im Wiesengrund 57
    53639 KönigswinterTel.: 02244/92537
    Fax: 02244/92538
    E-Mail: aeternitas@t-online.de
    .www.dgpalliativmedizin.de
  • Arbeitskreis Organspende
    Postfach 1562
    63235 Neu-Isenburg
    Pressestelle: Christiane Schönfeldt
    Tel.: 06102/359254
    Fax: 06102359410
    E-Mail presse@akos.de
    www.akos.de
    - - Informationen zum Thema Transplantation Organspende Hirntod - -
  • Deutsche See-Bestattungs-Genossenschaft e.G.
    Feldstraße 47
    24105 Kiel
    Tel.: 0431/202767
    Fax: 0431/27417
    E-Mail: paulsen@dsbg.de
    www.dsbg.de/index.html
    - - Informationen zum Thema Seebestattungen - -
  • FriedWald GmbH
    Im Leuschnerpark 3
    64347 Griesheim
    Tel.: 06155/848-100 oder Tel.: 0700-FRIEDWALD
    E-Mail im Internet per Kontaktformular:
    www.friedwald.de
    - - Informationen zum Thema FRIEDWALD - -


DER BAUM

Der Laubbaum mit seinem sich jährlich erneuernden Blattkleid ist vor allem ein Symbol der den Tod stets aufs neue besiegenden Wiedergeburt des Lebens, der immergrüne Nadelbaum ein Sinnbild der Unsterblichkeit.



A  B  S  C  H  I  E  D  N  E  H  M  E  N


VON GELIEBTEN MENSCHEN
VON TRÄUMEN UND HOFFNUNGEN
VON ILLUSIONEN UND SELBSTTÄUSCHUNG
VON ALTEN BINDUNGEN
VON WUT UND TRAUER ÜBER UNGELEBTES LEBEN
UND AUCH
VON SELBSTÜBERFORDERUNG




Vom Tod
aus: "Der Prophet" von Khalil Gibran:

Dann sprach Almitra: Wir möchten nun nach dem Tod fragen. Und er sagte:

Ihr möchtet das Geheimnis des Todes kennenlernen. Aber wie werdet ihr es finden, wenn ihr es nicht im Herzen des Lebens sucht?

Die Eule, deren Nachtaugen am Tag blind sind, kann das Mysterium des Lichts nicht entschleiern.

Wenn ihr wirklich den Geist des Todes schauen wollt, öffnet eure Herzen weit dem Körper des Lebens.
Denn Leben und Tod sind eins, so wie der Fluss und das Meer eins sind.

In der Tiefe eurer Hoffnungen und Wünsche liegt euer stilles Wissen um das Jenseits;
Und wie Samen, der unter dem Schnee träumt, träumt euer Herz vom Frühling.
Traut den Träumen, denn in ihnen ist das Tor zur Ewigkeit verborgen.

Eure Angst vor dem Tod ist nichts als das Zittern des Hirten, wenn er vor dem König steht, der ihm zur Ehre die Hand auflegen wird.
Freut sich der Hirte unter seinem Zittern nicht, dass er das Zeichen des Königs tragen wird?
Doch gewahrt er sein Zittern nicht viel mehr?

Denn was heißt sterben anderes, als nackt im Wind zu stehen und in der Sonne zu schmelzen?

Und was heißt nicht mehr zu atmen anderes, als den Atem von seinen rastlosen Gezeiten zu befreien, damit er emporsteigt und sich entfaltet und ungehindert Gott suchen kann?



Nur wenn ihr vom Fluss der Stille trinkt, werdet ihr wirklich singen.
Und wenn ihr den Gipfel des Berges erreicht habt, dann werdet ihr anfangen zu steigen.
Und wenn die Erde eure Glieder fordert, dann werdet ihr wahrhaft tanzen.







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