Sabine Elender
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Glasarbeiten in Mosaiktechnik und nach Tiffany-Art




Der Werkstoff Glas in all seinen Erscheinungsformen übte schon immer eine magische Anziehungskraft auf mich aus. In den frühen Jahren des neuen Jahrtausends habe ich mich systematisch in die Arbeit mit Glas eingearbeitet.

Von der Magie der Farbvielfalt und Leuchtkraft von Tiffanyglas angezogen, arbeite ich meine Vasen, Schalen, Windlichter, Lampen - mit Tiffanygläsern in Mosaik-Technik.
Der Beschäftigung mit Glas widme ich viel Zeit und Aufwand. Mit den Glaskeramiksteinen die im Handel in verschiedenen Ausführungen und Größen erhältlich sind, arbeite ich eher selten, da die Farbauswahl begrenzt ist.
Für meine Arbeiten verwende ich überwiegend Tiffany-Gläser, da diese sowohl in Farbe als auch in ihrer Struktur jeweils einmalig sind.

Dabei bildet das Zusammenspiel von glänzenden spiegelnden Flächen, den leuchtend farbigen Gläsern und dem körnigen Zement einen reizvollen Kontrast. Häufig arbeite ich Schmucksteine wie z.B. Achate, Jaspis, Hämatit, oder Quartze mit ein.

Besonders reizvolle Effekte entstehen, wenn ich Glasnuggets und Spiegelsplitter in jene Gefäße einarbeite, welche später als Windlichter ein gemütliches Licht und irrlichternde Effekte in den Raum zaubern.

2005 besuchte ich aus Neugier einen Perlenwickelkurs und lernte, über der Flamme Glas zu schmelzen und aus dem flüssigem Glas Perlen selbst zu drehen. Seit dem Moment bin ich sozusagen infiziert vom Arbeiten mit Glas und habe nicht mehr aufgehört, mit Glas und Glasperlen zu arbeiten, Schmuck zu entwerfen und herzustellen.


Stationen:

- Tiffany-Kurse bei Elisabeth Volkmann in Hamburg über Tiffany-Art
- Mosaikherstellung autodidaktisch erarbeitet
- Schnupperkurs Glas-Fusing und Tiffany-Technik bei Tiffany-Nord - Hamburg












Die Geschichte der Mosaikkunst:

Die Mosaikkunst ist eine der ältesten Kunstformen.

Mesopotamische Tonstiftmosaiken aus dem 3. Jahrtausend v. Chr. sind die Frühform des Mosaiks. Die 4 bis 15 cm langen, farbigen Tonstifte wurden in geometrischen Mustern in eine Lehmmauer gedrückt und dienten sowohl als Dekoration als auch zur Festigung der Wandkonstruktion.

Griechische Zeit:
Die Kiesel, die von Wasser und Sand rundgeschliffen waren, wurden in Mörtel gebettet und hauptsächlich für Bodenmosaiken verwendet.
In Delos entwichelte sich der Schritt vom Kieselstein zum regelmäßig behauenen Steinwürfel (tessera). Römische Zeit:
Die Römer übernahmen die Mosaikkunst von den Griechen und brachten es von den Böden an die Wand. Die einzelnen Steine sind sehr klein und exakt gelegt.
Der Mosaik-Typ Opus vermiculatum entsteht. Der Emblemata-Stil ist die Verbindung von Ornamentalem und Bildhaftem. In der Mitte des Bodens wurde ein feiner gearbeitetes Bild (das Emblem), das in der Werkstatt angefertigt wurde, eingesetzt. Die Ornamente rundherum wurden direkt vor Ort mit größeren Tesserae gelegt.

Frühchristentum, Ravenna, Byzanz:
Das Wandmosaik (Opus musivum) entwickelte sich aus Stein- und Muscheldekorationen in Grotten und an Brunnen. Der Aufschwung begann mit der Verwendung in römischen Badeanlagen im 1. und 2. Jh. n. Chr. und führte zu den frühchristlichen Kirchenausstattungen in Ravenna.
Neu in der frühchristlichen Mosaikkunst ist die Verwendung von Glas- und Goldtesserae (Smalti). Diese stark lichtreflektierenden Glassteine waren das ideale Medium, um Kircheninnenräume atmosphärisch auszugestalten. Die Glassteine ermöglichen eine fast unendliche Farbpalette.

Mittelalter:
Abseits des byzantinischen Reiches wurden im Mittelalter die Kirchen wieder mehr mit Fußbodenmosaiken geschmückt. Der Stil ist flächig und linear, auf Details und Farbabstufungen wird verzichtet. Oft wurden die Mosaiken von den Mönchen selbst gelegt, zu dieser Zeit war die Aussage wichtiger als Form und Ausführung.

14. bis 18. Jahrhundert
Im 14. Jh. wurde das Mosaik von der Malerei verdrängt.

19. und 20. Jahrhundert
Der Historismus und notwendige gewordene Restaurierung antiker Mosaike bescherten der Mosaikkunst eine Neubelebung.
Antonio Gaudi entwarf Anfang des 20 Jh. seine phantastischen Bruchkeramikmosaiken im Güell-Park und entwickelte damit das Mosaik wieder einen Schritt weiter. Jugendstil und Secession entdeckten das Mosaik auch wieder als eigene Kunstform.




Zu Tiffany:

Aus dem Wunsch heraus, erschwingliche Kunstgegenstände in Amerikas Haushalte zu bringen, entstanden ab 1899 Lampenschirme, zunächst mit bleigefassten Gläsern, später in der nach Tiffany benannten Kupferfolien - Technik, die eine filigrane Gestaltung der Ornament- und Blütenmotive ermöglichte. Die Erfindung der Glühbirne kam gerade zur rechten Zeit, um die bisher übliche Gasbeleuchtung abzulösen. So entstand im Lauf von etwa 15 Jahren eine Vielzahl von Lampenmodellen, zu denen in einer eigenen Bronze - Gießerei die passenden Lampenfüße hergestellt wurden.

In den letzten 20 Jahren haben die wenigen wiedergefundenen Originale von Lampen aus den Tiffany Studios enorm an Wert gewonnen, sie werden heute in den großen Auktionshäusern weltweit zu nahezu unerschwinglichen Preisen gehandelt.


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Das schönste im Leben ist, dass unsere Seelen nicht aufhören an jenen Orten zu verweilen,
wo wir einmal glücklich waren.

Khalil Gibran