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Von Kaninchen und anderen Hasen(artigen) Was heisst das? Sind Hasen artig? Wären meine Kaninchen Hasen, so könnte ich sagen: "Ja, meine Hasen sind artig!" Richtig ist aber, dass sowohl Hasen als auch Kaninchen zoologisch zu der Ordnung der "Hasenartigen" (Lagomorphae) zählen. Diese besteht aus zwei Familien: Die Familieder Pfeifhasen, (Ochotonidae). Die Familie der Hasen (Leporidae). Diese besteht aus zwei Gattungen: Gattung: Hasen (Lepus) Eine Art davon ist unser Feldhase (Lepus europaeus) - Gattung: Kaninchen (Oryctolagus) Eine Art davon ist das Europäische Wildkaninchen (Oryctolagus cuniculus). Im Bild sieht das folgendermaßen aus:
Hasen sind also Hasen und keine Kaninchen und Kaninchen sind Kaninchen und keine Hasen. Worin bestehen denn die Unterschiede?
Die Hasenartigen sind seit ca. 70 bis 2 Millionen Jahren in Nordamerika nachweisbar. Vor rund 7 Millionen Jahren haben sie sich in Europa und Asien angesiedelt. Das Europäische Wildkaninchen ist die wilde Stammform aller Hauskaninchen. Es war ursprünglich auf der Iberischen Halbinsel (Spanien, Portugal), dort besonders in den Küstenregionen beheimatet und in Nordafrika. Von dort aus verbreitete es sich auf natürlichem Wege seit dem Altertum allmählich über ganz Europa. Der erste Hinweis auf Hauskaninchen in Deutschland stammt aus dem Jahr 1149. Heute kommen Hasentiere fast weltweit vor. Nur die Arktis, Australien und Neuseeland haben sie nicht auf natürlichem Weg erreicht. Verhalten Kaninchen sind in freier Natur vielen Gefahren durch Fressfeinde aus der Luft (z.B. Sperber), der Umgebung (Marder u.ä.) und aus dem Erdreich (Ratten und Wühlmäuse als Krankheitsüberträger) ausgesetzt. Sie sind also Beutetiere, keine Jäger. Ihr Überleben hängt davon ab, dass sie möglichst schnell FLIEHEN. Das prägt ihr Verhalten grundsätzlich. Nach einer Gewöhnungszeit nehmen sie Berührungen von einer vertrauten Person sehr gern an. Das Kennenlernen kann auch schon mal ziemlich lange dauern, die Kaninchen fliehen zunächst instinktiv aus ihrem Überlebensdrang heraus. Wenn sich Mensch und Tier aneinander gewöhnt haben, kann das Kaninchen streichelnde Bewegungen genießen. Möglich sind beispielsweise kreisende Berührungen auf der Haut sein, die mit verschiedenen Griffen in unterschiedlicher Intensität ausgeführt werden. Dazu kommen streichende Berührungen, besonders an den Ohren, am Kiefer, im Nacken. Unterstützt werden die Berührungen durch das Sprechen mit beruhigender Stimme. Dadurch wird die eigene Atmung ruhig und gleichmäßig, was sich auf das Tier überträgt. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich mit meiner eigenen Stimmungslage auf das Kaninchen einwirken kann. Dabei ist es gar nicht so wichtig, eine festgelegte Reihenfolge einzuhalten, sondern vielmehr Gelassenheit und Ruhe statt Hektik und Stress mit zu den Tieren zu bringen.
Haltung Wie sollte das optimale Zuhause für Kaninchen aussehen? Wenn es irgendwie möglich ist, sollten Kaninchen draussen statt drinnen gehalten werden. Im Aussengehege oder -stall erleben sie die Jahreszeiten wie es ihrem Naturell entspricht. Minusgrade werden problemlos überstanden, die Gefahr lauert dagegen im Sommer: Direkte Sonneneinstrahlung muss durch Beschattung unbedingt vermieden werden, ebenso Staunässe und Regen oder Schnee. Im Zimmer können trockene Heizungsluft und Zugluft zu Problemen führen. Natürliche und möglichst verschiedene Materialien und Untergründe werdem freudig angenommen. Auch unterschiedliche Höhen, z.B. Kisten, Treppen und Häuschen (die zwei Eingänge haben sollten) sind begeistert genutzte Hops- und Laufgegenstände. Dazu unterschiedlich große Körbe, mit Stroh gefüllt, und eine große Kiste (oder ein Teil des Bodens) voll Sand. Das Graben und Wühlen in Sand oder Erde ist ein großartiges Erlebnis für die Kaninchen, aber auch für den Zuschauer! Jede Neuheit und (fast) jede Veränderung haben meine Tiere bisher mit Begeisterung angenommen. Ich habe hinter die Futterkisten die aufgefalteten Pappen von unbedruckten Paketen senkrecht gestapelt und kann mich seitdem vor Papierfetzen und -schnipseln kaum retten. Es beschäftigt (das Kaninchen), schenkt Bewegung und ist auch noch gut für den Zahnabrieb. Jedes meiner drei Kaninchen scheint regelrecht danach süchtig zu sein. Voraussetzung für all das ist eine regelmäßige und konsequente Hygiene. Es gibt eine Vielzahl von Krankheiten, denen Kaninchen oft meist sehr schnell erliegen und alle diese lassen sich durch tägliches Säubern des Stalles, Entfernen von Kot und Urin, weitgehend vermeiden oder stark einschränken. Fotos von unserem Außengehege - eine Erlebniswelt: ![]()
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Ernährung & Verdauung Und jetzt zur Ernährung: Um Kaninchen artgerecht und gesund zu ernähren, ist es wichtig zu wissen, wie die Verdauung funktioniert. Denn sein Leben hängt davon ab, dass ständig Nahrung zugeführt wird. Es muss also ununterbrochen fressen.
Der Magen ist einhöhlig und dünnwandig und besitzt nur eine geringe Muskulatur. Innerhalb von 1 - 7 Stunden tritt der Speisebrei vom Magen in den Zwölffingerdarm (welcher 12 cm lang ist) aus. Am Zwölffingerdarm liegen auch der Gallengang und der Ausführungsgang der Bauchspeicheldrüse. Der Darm des Kaninchens hat keine eigene Peristaltik, er ist auf ständige!! Nahrungszufuhr angewiesen. Der Darm ist also ein sogenannter Stopfdarm. Kaninchen können daher nicht erbrechen, was schnell lebensbedrohlich werden kann. Der anschließende Dickdarm des Kaninchens ist stark auf die Zelluloseaufspaltung spezialisiert. Der Blinddarm des Kaninchens (Zäkum/Caecum) liegt seitlich an der Bauchwand an. Im Blinddarm finden sich Bakterien, welche für die Aufspaltung und Bildung von Vitaminen lebenswichtig sind, hier wird der Vitaminhaltige Blinddarmkot gebildet. Der Blinddarmkot wird von Kaninchen direkt am Anus wieder aufgenommen. Werden sie daran gehindert ihren Kot aufzunehmen kommt es zu schweren Mangelerscheinungen. Die gesamte Darmpassage kann zwischen 5 und 7 Tagen dauern! Die Verdauung von Kaninchen funktioniert nur, wenn das Tier ständig frisst, dabei viel Rohfaser aufnimmt und die Mahlzeiten über den ganzen Tag verteilt werden, nach dem Prinzip: oben rein, unten raus. Ihre Zähne wachsen zeitlebens und sind auf einen ständigen Zahnabrieb angewiesen. Ernährung Kaninchen sind in der Lage nahezu alle Nährstoffe die sie brauchen aus hochwertigem Heu / Gras / Kräutern zu bekommen, Vitamine synthetisieren sie in ihrem Blinddarm und nehmen diese mit dem (Blinddarm-)Kot wieder auf. Sie können Vitamin C speichern. Das gesündeste und wichtigste Nahrungsmittel für Kaninchen wäre eine schöne Kräuterwiese. Kräuter und Gras enthalten alle Nährstoffe, die Kaninchen benötigen. Es gibt unzählige verschiedene Grassorten und Kräuterarten, die als Futtermittel angebaut werden und sich auch auf Wildwiesen finden lassen. Nach langsamer Gewöhnung dürfen Gras und frische Kräuter zur freien Aufnahme unbegrenzt angeboten werden. Da wilde Wiesen nicht immer in ausreichender Menge und leider auch nicht jedem Stadtmenschen zur Verfügung stehen, wird zusätzlich getrocknete Wiese, also Heu gereicht. Heu hält den Darm in Schwung da es durch den hohen Rohfaseranteil in großen Mengen aufgenommen und wieder ausgeschieden wird, es nützt dem Zahnabrieb der Backenzähne wenn es zermahlen wird und es enthält, obwohl es getrocknet ist, viele Mineralien und Vitamine. Heu muss IMMER zur freien Verfügung im Kaninchengehege vorhanden sein, ebenso Wasser, da Kaninchen den ganzen Tag fressen müssen, um ihre Backenzähne gut abzunutzen und ihren Darm in Gang zu halten. Auch bei durchgehender Fütterung von frischem Gras- und Kräutern ist es sinnvoll, zusätzlich Heu anzubieten! Hochwertiges Kräuterheu enthält viele Nährstoffe, die ein Kaninchen benötigt um gesund zu bleiben. Heu wird in Deutschland aus verschiedenen Grassorten gewonnen. Oft sind im Heu verschiedene Grassorten sowie verschiedene Kräuter enthalten. Die Erntezeit, das Wetter sowie die Grassorte ist für die Qualität und den "Nährwert" vom Heu entscheident, deshalb können für Heu nur grobe Analysewerte angegeben werden. Es enthält durchschnittlich 8 -16 % Rohprotein, 22 - 35 % Rohfaser, 3 - 5 % Kalzium und 1 - 3 % Phosphor. Grünfutter liefert dem Kaninchen vor allem Kohlenhydrate, Fette (in Form von Samen), Eiweiße, Mineralien, Vitamine und natürlich jede Menge Abwechslung auf dem Speiseplan. Ich füttere Möhrengrün, Kohlrabiblätter, Dill, Pfefferminze, Petersilie, Löwenzahn, Basilikum, Kamille, Gänseblümchen. Bitte nur frisch geben, nicht vermatscht, welk oder angeschimmelt. Kaninchen sind Tiere und keine Abfallbehälter! Gern benagen und fressen sie frische Zweige und das Grün von Haselnuss, Buche und Birke. In der Rinde stecken viele Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, die Kaninchen zu ihrem Wohlbefinden brauchen. Kaninchen können sich stundenlang mit den Ästen beschäftigen. Beim Benagen der Rinde wird das Zahnfleisch massiert, so dass es gut durchblutet wird. Die Inhaltsstoffe der Rinde wirken dabei wie Zahnpasta bei uns Menschen. Das führt zu gesundem Zahnfleisch und gutem Zahnwachstum. ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Frischfutter in Form von Gemüse und Obst Die Favoriten unserer Kaninchen sind: Möhre, Steckrübe, rote Bete, Apfel. Nur 1x am Tag eine kleine Portion, Reste sofort entfernen. Bitte NICHT füttern: Leckerlies jedweder Couleur. Knabberstangen, Loftis, Ringe und ähnliche Knabbereien enthalten häufig Zucker (Mehrfachzucker, Melasse, Melasseschnitzel etc.) und Honig, Getreide oder Mais. Diese stärke- und zuckerhaltigen Inhaltsstoffe sorgen für eine Absenkung des ph-Wertes in der Darmflora und somit zu einer nachhaltigen Schädigung des Darmes. Außerdem führen sie dazu, dass die Kaninchen fett und faul werden. Joghurtdrops und andere Milchprodukte sind für Kaninchen ebenfalls nicht geeignet, Kaninchen sind reine Veganer und ihre Verdauung ist nicht auf tierisches Eiweiß ausgelegt. Ebenfalls NICHT füttern: Altes, hartes Brot dient nicht der Abnutzung der Zähne. Auch wenn uns Brot hart vorkommt, für die Schneidezähne eines Kaninchens ist Brot keine Herausforderung und es nutzt dem Zahnabrieb der Schneidezähne kaum, zu den Backenzähnen gelangt das Brot nur noch als aufgeweichter Stärkebrei, es nutzt also dem Backenzahnabrieb nicht. Brot enthält zu viel schwer verdauliche Stärke und oft auch Konservierungsstoffe, Backtriebmittel und Salz, somit ist es für Kaninchen eher schwer verdaulich. Außerdem finden sich auf altem Brot oft Schimmelsporen (unsichtbar für das menschliche Auge). Brot sorgt bei übermäßiger Fütterung für Übergewicht. Es sollte von daher nicht verfüttert werden. NICHT FÜTTERN: Zwiebelgewächse wie Porree, Zwiebeln, Schnittlauch führen zu starken Blähungen und sind für Kaninchen zu scharf - Speisezwiebeln gelten als giftig. Die meisten Kohlarten, wie z. B. Weißkohl, Rotkohl, Rosenkohl können bei Überfütterung oder wenn sie ungewohnt sind zu schweren Blähungen und Durchfällen führen. Hülsenfrüchte (Linsen, Erbsen, Bohnen) können roh zu Blähungen führen, Bohnen sind roh giftig, frische Süßerbsenschoten werden vertragen, Kartoffeln enthalten im Rohzustand schlecht verdauliche Stärke, die grüne Stellen, Triebe und Grün sind giftig. Rettich und Radischen sind etwas zu scharf. Rhabarber enthält zu viel Oxalsäure und wird als schwach giftig eingestuft. Steinobst wie Kirschen, Pfirsich, Pflaume, Nektarine, Mirabelle etc. enthalten zu viel Zucker und können in größeren Mengen zusammen mit Wasser zu starkem Durchfall führen. Exotische Früchte wie Cherimoya, Curuba, Granatapfel, Guaven, Physalis, Kumquat, Litchi, Mangos, Papaya etc. können bei Verzehr zu schweren Verdauungsstörungen führen und sollten nicht gegeben werden. Manche Avokadosorten sind sogar schwer giftig für Kaninchen und alle Avocadosorten führen in unreifem Zustand zu Durchfall. GIFTIG sind unter Anderem folgende Pflanzen: Agave, Aloe Vera, Alpenveilchen, Amaryllis, Anthurie, Aronstab, Azalee, Bärenklau, Bärlauch, Berglorbeer, Bilsenkraut, Bingelkraut, Bittersüßer Nachtschatten, Blauregen, Bocksdorn, Bohnen, Buchsbaum, Buschwindröschen, Christrose, Christusdorn, Eibengewächse, Einblatt, Eisenhut, Essigbaum, Farne, Fensterblatt, Fingerhut, Geranien, Ginster, Goldregen, Gundermann, Hahnenfuss, Hartriegel, Heckenkirsche, Herbstzeitlose, Holunder, Hundspetersilie, Hyazinthe, Ilex, Jakobsgreiskraut, Kalla, Kartoffelkraut, Kirschlorbeer, Kornwicken, Lebensbaum, Liguster, Lilien, Lonicera, Lupine, Maiglöckchen, Mistel, Narzissen, Oleander, Osterglocke, Primel, Rebendolde, Robinie, Sadebaum, Sauerklee, Schachtelhalm, Schierling, Schneebeere, Schneeglöckchen, Schöllkraut, Seidelbast, Sommerflieder, Stechapfel, Tollkirsche, Wacholder, Wolfsmilchgewächse (alle), Wunderstrauch, Zypressenwolfsmilch. Ebenfalls NEIN:Trockenfutter Ein ausgewachsenes, abwechslungsreich ernährtes Kaninchen in Wohnungshaltung, welches nicht zur Zucht eingesetzt wird, benötigt kein Trockenfutter, keine Pellets, kein Alleinfutter, kein Kraftfutter und kein Mastfutter! Die meisten im Handel erhältlichen Trockenfuttersorten enthalten zu viel Fett, Stärke, Zucker und sind oft schwer verdaulich. Ein nicht schädliches Trockenfutter ist ein Pelletfutter, welches aus Gräsern und Kräutern besteht, evtl. angereichert mit getrocknetem Gemüse und Getreideflocken. im Notfall Ein Notfall tritt ein, wenn ein Kaninchen nicht frisst oder heftigen Durchfall hat. Dann muss es spätestens am zweiten Tag - unabhängig von dem Grund der Erkrankung - zwangsernährt werden, um am Leben zu bleiben. Ich empfehle "Critical Care", das mit Wasser vermischt, alle 2 Stunden (auch nachts!) mit einer Pipette dem Kaninchen ins Mäulchen gegeben werden muss. Das Tier gut festhalten, da mit Widerstand zu rechnen ist. Kaninchenfotos und Infos
Und wie sieht es draußen aus?
![]() ![]() Hurra!! - wir sind auf dem Titelblatt des Kaninchenkalenders 2009 von www.kaninchenschutz.de
![]() ![]() Der Drang, ein Nest für Nachwuchs zu bauen, kann im Jahr in den warmen Monaten bis zu sieben Mal aufkommen. . Die Paarungsbereitschaft ist abhängig von äußeren Faktoren wie Tageslänge, Außentemperaturen und Nahrungsangebot. Das Umgraben der Einstreu und das Sammeln und Heranschaffen von Nistmaterial sind ziemlich eindeutige Anzeichen für den Beginn des Nestbaus. ![]() ![]()
Vergesellschaftung - ein nicht ganz einfaches Thema. Mal ein Herz und eine Seele - mal wie Katzī und Maus.
Mein Name ist Felizitas, ich bin ganz neu hier eingezogen. In ein paar Tagen bekomme ich einen Spielgefährten aus dem Tierheim - noch so ein Schlappöhrchen wie wir alle hier!
Im Tierheim hat man berichtet, ich sei ausgesetzt worden. Meine neuen Besitzer haben mich Moritz getauft und streicheln mich ganz oft. Und eine Süße habe ich auch schon! Dafür bin ich gern wieder unter Draht.
So langsam kommen wir uns näher und erkunden die Umgebung. Hier können wir springen und klettern!
So ist alles gut.
Jetzt sind wir endlich in unseren Doppelstöcker-Aussenstall eingezogen.
Ähh, wie war das noch mit dem Osterhasen....? Schon in sehr alten Zeiten verwechselte man Feldhasen und Wildkaninchen miteinander. Das geschieht auch heute noch recht häufig. Vor langer Zeit und auch heute noch in einigen Regionen hatten andere Tiere - Palmesel, Kuckuck oder der Fuchs - die Ostergaben gebracht. Seit etwa 200 Jahren wurde der Feldhase zum Osterhasen und einige Eigenschaften des Wildkaninchens blieben an ihm "haften". Diese Mischung gab Anlass für viele Anekdoten und und Sprichwörter. In alten Zeiten galt der Hase als Symbol für die Fruchtbarkeit und wurde in der Frühlingszeit verehrt. Die Eier wurden damals mit christlichen Symbolen bemalt: Kreuze, griechische Buchstaben für Christi Namen, ein Fisch oder ein Dreihasenbild.
Dieses zeigt drei in die Runde laufende Hasen, von denen jeder zwar seine zwei Löffel hat. Doch insgesamt sind es nur drei Ohrmuscheln, die zusammen ein gleichseitiges Dreieck bilden - ein Symbol für die Dreieinigkeit Gottes. Möglicherweise ist das der Grund dafür, wie der Hase zu den Eiern kommt. Unseren Kaninchen macht es jedenfalls Spaß, mit den Eiern herumzueiern. Kaninchen sind keine Nagetiere, obwohl sie nagen.
Nagetiere können ihre Nahrung mit den Pfoten greifen. Kaninchen können das nicht. Sie gehören zu den Säugetieren.
Sie sind in der Lage zu gähnen und sich wohlig auszustrecken. Das bleibt den Nagetieren versagt.
Am Karfreitag 2011 ist unsere Lina ganz plötzlich über die Regenbogenbrücke gegangen. Für alle kleinen und großen Menschen, die ein geliebtes Tier verloren haben gibt es die Erzählung über die Regenbogenbrücke: Wir standen da und sahen sie hinter dem Horizont verschwinden. Und als wir versuchten Lebewohl zu sagen liefen Tränen über unsere Gesichter und die Tiere an der Regenbogenbrücke riefen voller Begeisterung: "Schaut! Da kommt sie!" und sprangen vor Freude. ![]()
06. August 2011: Heute bin ich hier eingezogen, ich heiße Sissi Meine neuen Möhrenspender haben sich auf der Stelle in mich verliebt, als sie mich sahen. Und es soll ein schneeweißes Kaninchen geben, das schon sehnlich auf mich wartet. Das hört sich ja richtig gut an. Erst einmal will ich mich aber ein bisschen ausruhen un einleben. Und ich bin hier zum ersten Mal ohne meine Babies. Die können ab Montag ebenfalls neue Möhrenspender bekommen.
Sie ist waaaahnsinnig hübsch - wenn ich mich aus meinem Stall lehne, kann ich sie sehen. Sie scheint noch ein wenig schüchtern zu sein. Na, ich kann warten.
Presse In der Ausgabe 10/2008 der Kaninchenzeitung "Der Kleintierzüchter" wird unsere Lina zum Shooting-Star. Wir freuen uns über die Veröffentlichung. ![]()
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