Sabine Elender
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Der Garten als Spiegel der Seele GARTEN

„Willst du für eine Stunde glücklich sein, so betrinke dich.
Willst du für drei Tage glücklich sein, so heirate.
Willst du für acht Tage glücklich sein, so schlachte ein Schwein und gib ein Festessen.
Willst du aber ein Leben lang glücklich sein, so schaffe dir einen Garten.“

Chinesische Weisheit



Der Garten symbolisiert das irdische und himmlische Paradies und die kosmische Ordnung.

Das deutsche Wort 'Paradies' kommt ursprünglich aus dem Griechischen, wo das Wort im Sinne von Tiergarten oder Park im Gebrauch war.
Aber auch die Griechen haben das Wort übernommen - von den Persern. Für diese war ein 'pardez' schlicht eine Einzäunung.




Birke  BIRKE

  

Den Nord- und Osteuropäern ist die Birke Symbol der Liebe, des Lebens. Kein Mittsommerfest in Skandinavien ohne festlich geschmückte Birke, sie bedeutet – wie bei uns der Maibaum – das Frühlingserwachen, sie bringt das Licht ins Leben und die Natur. Die Neugeborenen wurden früher in Wiegen aus Birkenholz gelegt.

An Lichtmess (2.Febr.) dem Beginn des früheren Arbeitsjahres der Bauern, wurde die Zeit der längeren Tage mit der Lichtmess-Birke gefeiert.

Ihr typischstes Merkmal ist die glatte, weiße Spiegelrinde der jungen Stämme. Sie ist durch das Betulin bedingt, eine balsamische Substanz, die zusammen mit Tannin in der Rinde enthalten ist. Man verwendet sie zum Gerben von Leder, dass dadurch den charakteristischen Geruch von Juchtenleder annimmt.

Diese Spiegelrinde ist auch für die Bezeichnung „Birke“ verantwortlich. Die Basis des Wortes stammt aus dem Indoeuropäischen und bedeutete so viel wie „glänzend, leuchtend“, was ja auf den Birkenstamm zutrifft. Ebenfalls darauf zurückführen lassen sich viele Vornamen auf -bert, unter anderem die Namen Robert und Rupert, die eigentlich „vor Ruhm glänzend“ bedeuten.
Im Englischen treffen wir das Wort übrigens noch in seiner ursprünglichen Bedeutung an, nämlich in „bright“ (= strahlend, glänzend).

Aus Holz und Rinde wird Birkenteer und –öl gewonnen, beides braune und würzig riechende Flüssigkeiten von antiseptischer Wirkung. Die jungen Blätter der Birke liefern einen Tee, der bei Nieren- und Blasenleiden hilft. Aus dem frischen Saft des Baumes stellt man Haarwasser her, aus seinen dünnen Zweigen Reisigbesen. Im Frühjahr kann man dem Stamm eine zuckerhaltige Flüssigkeit entziehen, aus dem sich durch Gärung ein alkoholisches Getränk gewinnen lässt.

Die Rinde wird von den Norwegern zum Abdecken der Dächer benutzt, die Indianer Nordamerikas bespannten mit ihr ihre Kanus. Die hauchdünne Rinde kann klatschnass sein – trotzdem gelingt es immer noch, damit ein Feuer zu entfachen. Wer mal bei den Pfadfindern war, hat es vielleicht schon ausprobiert. Bis Anfang des 20.Jhr. wurden Birkenrindenstreifen spiralig gedreht, in Öl getaucht und als Fackeln verwendet. Als Kaminbrennholz ist es beliebt, weil es mit einer hellen Flamme brennt und viel Licht abgibt.





Wasser - Teiche  WASSER  holt das vielfältige Leben in den Garten

Als ungeformte, undifferenzierte Masse symbolisiert das Wasser die Fülle aller Möglichkeiten oder den Uranfang alles Seienden, die materia prima.

Das Wasser ist auch ein Symbol der körperlichen, seelischen und geistigen Reinigungs- und Erneuerungskraft in vielen Religionen: im Christentum (Bad, Hand- und Fußwaschung, Taufe)
Im Islam, im Hinduismus und Buddhismus.

In vielen Kulturen wird das Wasser dem Weiblichen zugeordnet, der geistigen Fruchtbarkeit und dem geistigen Leben (Quelle).







Blumen - Herbstanemone  BLUMEN - zur Staudenkartei

Blumen gelten wegen ihrer flüchtigen und schnell verblühenden Schönheit als Sinnbild der Unbeständigkeit und Vergänglichkeit.

Im Zusammenhang mit Sonne und Regen tauchen sie als Symbol für Demut und Hingabe auf.

Gelegentlich werden Blumen und die sie besuchenden Schmetterlinge mit den Seelen Verstorbener in Zusammenhang gebracht.





Steine im Garten STEINE - ein wesentliches Gestaltungselement im Garten

Steine spielen in den meisten Kulturen symbolisch die Rolle der Verbindung zwischen Himmel und Erde.
In der Antike galt ein unbehauener Stein als Darstellung von Göttern in Menschengestalt (Hermes oder Apollo).

Im Christentum kennen wir den Felsen und den Stein als Sinnbilder der Stärke des schützenden Gottes.

Im Islam ist ein schwarzer Meteorit, der Hadschar al-aswad in der Kaába zu Mekka, Kernstück im kulturellen Leben.





Formen, Farben, Materialien  Formen Farben Blickfänge -  ARRANGIERTES



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